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Emily Brontë

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Emily Brontë

Geboren am 20.8.1818 in Thornton, gestorben am 19.12.1848 in Haworth. Mit ihren Schwestern Charlotte und Anne begann sie zu schreiben: Sie träumten sich in eine Phantasiewelt, das märchenhafte Königreich Gondal. Doch auch die härtere Wirklichkeit trug zu Emilys literarischem Werdegang bei: Nach gescheiterten Versuchen, als Gouvernante und Lehrerin Fuß zu fassen, sucht sie ihr Glück (und ihren Lebensunterhalt) in der Literatur. Ihr erster Roman ›Wuthering Heights‹, 1847 unter einem männlichen Pseudonym publiziert, erregt wegen seiner morbid-erotischen Athmosphäre einen Skandal. Vor allem, als sich herausstellt, daß der Autor eine Autorin ist. Emily war «stärker als ein Mann, einfacher als ein Kind», beschreibt Charlotte ihre Schwester. Emily Brontë starb mit nur dreißig Jahren an Tuberkulose.

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»Die Verabsolutierung der schriftstellerischen Arbeit, die zielgenaue Ausrichtung ihres Lebens auf das, ›was sie als ihre individuelle Berufung ansah‹ (Muriel Spark), macht Emily Brontë zu einer der wahrhaftigsten Schriftstellerinnen der britischen Literatur.«Neue Zürcher Zeitung

»Emily Brontë hat zutiefst in den Abgrund des Bösen geschaut. Sie, die wie wenige streng mit sich war und immer mutig und korrekt handelte, hatte nichtsdestoweniger alle Tiefen des Bösen ausgelotet.«Goerges Bataille

»›Wuthering Heights‹ muß unter die künstlerisch besten und menschlich merkwürdigsten Romane gerechnet werden.«Oskar Loerke

»In ›Wuthering Heights‹ liegt mehr Energie, mehr Leidenschaft, Eifer, Liebe und Erlebnis, als nötig wäre, um nacheinander zwanzig heroische, zwanzig glückliche oder unglückliche Schicksale zu erfüllen und zu befriedigen.«Maeterlinck

»Emily Brontë besitzt eine gewisse dämonische Heftigkeit, die ihr Werk in einen Bereich erhabener und verzweifelter Schönheit hebt, der dem sanfteren Geist ihrer Schwester Charlotte unzugänglich bleibt.«John Cowper Powys

»Das Genie unter den wunderlichen Schwestern.«Rolf Vollmann

»Das Werk von Emily Brontë überragt seine Zeit und wird heute zu den großen Beispielen englischer Romankunst gezählt.«Kindlers Literatur Lexikon

»Die Veröffentlichung von ›Wuthering Heights‹ löste in weiten Kreisen Empörung aus. Besonders die deutliche Betonung der erotisch-sexuellen Ebene auch bei den weiblichen Figuren erregte den Unwillen des Publikums. Nicht einmal Charlotte Brontë wagte es, für das Buch ihrer Schwester einzustehen. Erst Ende des 19.Jahrhunderts begann man, die Bedeutung des Werks zu erkennen, das seine Zeit überragt und heute zu den großen Beispielen englischer Romankunst gezählt wird.«Kindlers Neues Literatur Lexikon

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