Geboren am 17.10.1813 in Goddelau (Hessen), gestorben am 19.2.1837 in Zürich, dort begraben auf dem Germania-Hügel. In Straßburg hatte der Medizinstudent revolutionäre Luft geatmet, im feudalen Gießen, wo er weiterstudierte, wurde er zum Revolutionär. Es folgten die Gründung der umstürzlerischen ›Gesellschaft für Menschenrechte‹, das Pamphlet ›Der Hessische Landbote‹ – sein erstes literarisches Werk –, später Denunziation, Hausdurchsuchungen, Verhöre, die Flucht. In Straßburg widmete er sich den Untersuchungen über das Nervensystem der Fische, die ihm in Zürich den Doktortitel und eine Dozentenstelle einbrachten. Sein Leben hatte er ins Exil hinüberretten können, nicht aber dessen Sinn. Georg Büchners Novelle ›Lenz‹ und seine Dramen sind das Werk eines Schriftstellers, der als Revolutionär gescheitert ist, dessen Freunde verhaftet und gefoltert wurden und der »wie vernichtet« war »unter dem gräßlichen Fatalismus der Geschichte«. Er starb 1837, erst 23 Jahre alt.