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Miguel de Cervantes Saavedra

Archiv Diogenes Verlag

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Miguel de Cervantes Saavedra

Geboren am 1.10.1547 in Alcalá de Henares, gestorben am 23.4.1616 in Madrid, dort im Kloster der Trinitarierinnen beigesetzt, das Grab ist unbekannt. Fünfmal hatte er versucht auszubrechen, einmal hatte er sogar einen Massenaufstand von 25000 Sträflingen organisiert, aber aus seiner über fünfjährigen Gefangenschaft bei den Korsaren in Algier kam er auf höchst unspektakuläre Weise frei: Man zahlte für ihn ein Lösegeld. Der Sohn eines verarmten Wanderchirurgen, dessen linke Hand in einer Schlacht verstümmelt worden war, versuchte sich danach in Madrid als Theaterautor. Nach anfänglichen Erfolgen blieb ihm aber doch nichts anderes übrig, als Steuereintreiber zu werden. Wegen angeblicher Betrügereien und (unbegründeten) Mordverdachts saß er mehrmals im Gefängnis, wo er sich die Zeit mit Schreiben vertrieb. Der erste Teil des ›Don Quijote‹, mit dem Cervantes 1605 den modernen Roman begründete, bescherte ihm zwar Ruhm, den Rest seines Lebens mußte er aber dennoch als Günstling reicher Leute fristen.

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