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Jeremias Gotthelf

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Jeremias Gotthelf

Geboren am 4.10.1797 in Murten, gestorben am 22.10.1854 in Lützelflüh (Bern), dort begraben auf dem Kirchhof. Albert Bitzius studierte Theologie, wurde Vikar und schließlich Pfarrer in Lützelflüh. Seinem Engagement als Liberaler wurde mit der neuen Verfassung ein Ende gesetzt: Geistlichen wurde politische Betätigung ver- boten. Mit 40 begann er erste Erzählungen zu schrei- ben. 1845 war Bitzius als Schulkommissär untragbar geworden und verlor sein Amt: Er wurde zusehends kon- servativer, kritischer, unbequemer, seine Traktate und Erzählungen wurden düsterer und satirischer. Den Namen Gotthelf hat Bitzius von der Erzählerfigur seines ersten, autobiographischen Romans ›Der Bauernspiegel‹ entlehnt. Er bevölkerte seine Romane mit den Menschen, die ihn umgaben, der ländlichen Mittel- und Unter- schicht. In Deutschland erfuhr Gotthelf Annerkennung, mehr jedenfalls als in der Schweiz. Als er 58jährig starb, meldete dies der freisinnige ›Patriot‹ in zwei Sätzen, die ›Berner Zeitung‹ mit keinem Wort. Jahr- zehnte später wurde Gotthelf zum Patrioten umgedeutet.

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»Er ist der Dichter des Menschen, der ewig derselbe ist. Deswegen weht auch in seinem Werk eine Luft wie in der Bibel und in Homer, die sind von Himmel und Erde umfangen.«Ricarda Huch

»Die tiefe und großartige Einfachheit Gotthelfs, welche in neuester Gegenwart wahr ist und zugleich so ursprünglich, daß sie an das gebärende und maßgebende Altertum der Poesie erinnert, an die Dichter anderer Jahrtausende, erreicht keiner.«Gottfried Keller

»Einen ›Shakespeare des Dorflebens‹ hat man ihn, nicht mit Unrecht, genannt. Was sind das für Kerle, die Schweizer Bauern und Bäuerinnen des Pfarrers Bitzius aus dem Emmental. Auf angeerbter Scholle sitzen sie: derb, treuherzig, fromm. Kein Falsch ist an ihnen und kein Flitter. Ihr Wort: eine Enzianblüte im Gebirge.«Klabund

Jeremias Gotthelf

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