Logo Diogenes Verlag
Alan Sillitoe

Foto: Copyright © Horst Tappe / www.horst-tappe.com

merken Platzhalter Okay-Icon drucken

Alan Sillitoe

Alan Sillitoe, 1928 als Arbeitersohn in Nottingham geboren, wurde 14-jährig Fabrikarbeiter, dann Funker der Royal Air Force in Malaya; nach Ausbruch einer Tuberkulose verbrachte er über ein Jahr im Sanatorium, wo er zu schreiben begann. Sein erster (zuvor von fünf Verlagen abgelehnter) Roman ›Samstagnacht und Sonntagmorgen‹ machte ihn berühmt, die Erzählung ›Die Einsamkeit des Langstreckenläufers‹ weltberühmt. Alan Sillitoe starb am 24.4.2010 in London.

Stimmenalle anzeigen

»Sillitoe wurde am 4. März 1928 in Nottingham geboren. Sein Vater war Analphabet und verdiente den Lebensunterhalt für die fünfköpfige Familie in einer Fahrradfabrik, in der auch Alan mit vierzehn Jahren als Hilfsarbeiter begann. Nachdem er von der Royal Air Force als Funker ausgebildet worden war, lag er, lebensgefährlich an Tuberkulose erkrankt, zwei Jahre im Krankenhaus. Danach durfte er keine schweren körperlichen Arbeiten mehr übernehmen, etwas anderes hatte er nicht gelernt, und so reiste er acht Jahre durch Frankreich und Spanien, schrieb dort viele Geschichten und sieben Romane, von denen er keinen veröffentlichen konnte. Auch sein Welterfolg ›Samstag nacht und Sonntag morgen‹ wurde zunächst von fünf Verlagen abgelehnt. Als er 1958 doch erschien, urteilte der irische Autor Anthony West: ›Selbst wenn Sillitoe nie wieder etwas schreibt, hat er sich einen Platz in der Geschichte des englischen Romans gesichert‹.«Die Zeit

»Sillitoe ist aktueller denn je: Leben und Werk geben Zeugnis ab von der unabschließbaren Suche nach Sinn; von der für diese Suche überragenden Bedeutung des Buches und unserer kulturellen Überlieferung und der Arbeit im ›traurigen, unauslotbaren Gefühl, etwas verloren zu haben – ein vertrautes, aber auf keiner Karte eingezeichnetes Land vor unserer Geburt, das wir niemals mehr sehen werden‹. Es dennoch mit den Navigationsinstrumenten der Imagination zu suchen, ist Alan Sillitoe unterwegs.«Neue Zürcher Zeitung

»Seiner leidenschaftlichen Subjektivität ist Alan Sillitoe treu geblieben. Er erzählte nicht vom Klassenkampf, sondern von Menschen, er formulierte keine Botschaften, sondern Erfahrungen.«Süddeutsche Zeitung

Alan Sillitoe

Lesezeichen / Weitersagenschliessen