Jim Thompson wurde 1906 in Anadarko (Oklahoma) als James Myers Thompson geboren. Er begann früh zu trinken und schlug sich als Glücksspieler, Sprengstoffexperte, Ölarbeiter und Alkoholschmuggler durch. Obwohl er mit bereits 15 seine erste Kriminalgeschichte verkauft hatte, konnte er erst seit Beginn der fünfziger Jahre vom Schreiben leben. Für Hollywood schrieb er zahlreiche Drehbücher, u.a. für so namhafte Regisseure wie Stanley Kubrick. Thompson gilt als wich- tigster Vertreter des Noir-Genres. Er starb 1977 in Los Angeles, seine Asche wurde im Pazifischen Ozean verstreut.
»Mein liebster Krimi-Autor – oft kopiert, nie erreicht – ist Jim Thompson.«Stephen King
»Seine besten Geschichten gehen weit über das Genre hinaus, nicht nur weil sie vom Mord erzählen aus der Perspektive der Täter, sondern weil diese Täter sich zu ihren Taten eine ganze Philosophie erfinden, eine Theologie des Mordes und die Moral dazu.«Der Spiegel
»Ein Klassiker des Hard-boiled-Genre.«Die Weltwoche
»Thompsons Krimis gehören zu den unerbittlichsten, die das Genre zu bieten hat. Sie beleuchten immer das zwiespältige Verhältnis der amerikanischen Gesellschaft zur Gewalt. Und das erlaubt keine Happy-end-Stories.«Hamburger Abendblatt
»Die härtesten Kriminalromane, die je geschrieben wurden. Thompson-Fans behaupten, er schreibe bessere Bücher als Hammett und Chandler. Diese Behauptung ist albern; Thompsons Romane ähneln keinen andern.«Newsweek
»Thompson ist ein hartgesottener Zyniker, der derbe Menschen ohne Moral bewundert. Bei Thompson geschehen Gewalttaten zwangsläufig und beiläufig wie Scherze. Thompson glaubt anscheinend an nichts, er ist ein ausgebrannter Nihilist. Aber wie jeder weiß, sind gerade das die militantesten Moralisten. Auch hinter Jim Thompsons scheinbar leidenschaftsloser Mitteilung landläufiger Schweinereien leuchtet etwas auf wie Mitgefühl mit den Tätern. Vielleicht auch der schon fast anachronistische Glaube an einen Funken Güte im Bösen.«Ostdeutscher Rundfunk
»Wie die Filme Clint Eastwoods sind die Romane Jim Thompsons solche für Rednecks, Lastwagenfahrer, Versager, Psychopathen und Professoren. Er ist einer der größten amerikanischen Autoren und gewiß der, der uns am meisten erschreckt. Thompson steht mit dem Teufel auf du und du.«The New Republic
»Jim Thompson ist ein echter amerikanischer Klassiker. Ebenso wie ein anderer von ihnen, Edgar Allan Poe, wurde er von den Franzosen begeisterter gelesen als von seinen Landsleuten. Thompson hat Kriminalromane im ureigensten Sinne geschrieben, darunter ›Der Mörder in mir‹ (1952), ›Zwölfhundertachtzig schwarze Seelen‹ (1964), ›Ein Satansweib‹ (1954), ›Getaway‹ (1959) und ›Muttersöhnchen‹ (1963).«The New York Times Book Review