Geboren am 28.10.1903 in Hampstead bei London, gestorben am 10.4.1966 in Taunton (Somerset), begraben auf seinem Landgut Combe Florey. Seine Eltern steckten ihn in ein anglikanisches Internat und hofften, er werde Priester. Waugh wurde nicht nur nicht Priester, er konvertierte überdies 1930 zum Katholizismus. Es war wohl auch nicht im Sinne seiner Eltern, daß er sein Geschichtsstudium in Oxford abbrach, um sich zum Maler ausbilden zu lassen. Er betätigte sich als Lehrer, Reporter und Kunsttischler, bis er schließlich in der Schriftstellerei das ihm angemessene Metier fand. Im Krieg diente Waugh als Offizier unter anderem bei den Kommandotruppen im Mittelmeergebiet und zuletzt als Verbindungsoffizier bei jugoslawischen Partisanen. Wie die Reisen der dreißiger Jahre fanden auch jene nach dem Krieg ihren literarischen Niederschlag. Waugh, der seit seiner Studentenzeit seine Neigung zu dandyhafter Extravaganz pflegte, liebte es, das Publikum durch kontroverse Äußerungen zu verunsichern.
»Evelyn Waugh hat Romane, Erzählungen und Reisebücher geschrieben und darin wie mit Zauberhand den authentischen Eiter seiner Misanthropie in die Distanz schaffende Labsal eines funkelnden Snobismus transformiert.«Die Welt
»Es mag bessere Schriftsteller als Evelyn Waugh gegeben haben, witzigere kaum. Und unter den witzigen ist er der vielseitigste.«Neue Zürcher Zeitung
»Intelligent-Unverschämtes über unsere gesellschaftlichen Zustände: Waugh, der schwarze und virtuose Humorist. Aktuell sind seine Satiren nach wie vor.«Die Weltwoche