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Cornell Woolrich

Foto: Copyright © Kick-Film

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Cornell Woolrich

Neben Hammett und Chandler einer der größten der ›Schwarzen Ära‹, wurde 1903 in New York geboren, wohin er nach einem Aufenthalt in Hollywood, einer kurzen Ehe und ein paar homosexuellen Episoden wieder zurückkehrte, um fortan mit seiner Mutter in billigen Hotels zu wohnen. Viele seiner Romane und Erzählungen wurden verfilmt, u.a. von Alfred Hitchcock, Sidney Pollack und François Truffaut. Trotz all dieser Erfolge starb er 1968 verbittert und einsam in einem heruntergekommenen New Yorker Hotel.

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»Cornell Woolrich unterschied seit jeher etwas Wesentliches von seinen Kollegen Chandler oder Hammett: der fehlende Serienheld. Zur Erschaffung eines solchen ewigen Helden fehlte Woolrich der Ehrgeiz. Oder der Zynismus. Oder die Übersicht. Der Magier der Finsternis glaubte nicht an einen Erlöser, in welch abgebrühter Pose er auch daherkommen mochte. In Woolrichs Büchern muss jeder eigenhändig die Treppe aus dem Keller seiner Existenz ertasten, oder er stirbt in der Dunkelheit. Das macht seine Romane zeitlos, das macht sie zeitvoll. Über das Genre hinaus.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Woolrich war ein sensibler Menschenkenner, der tief hinab in die Psyche seiner Figuren zu steigen wußte und deren Ängste, Zweifel und Obsessionen filmreif ausleuchtete.«Die Tageszeitung

»Er war einer der einflußreichsten Suspense-Autoren der dreißiger und vierziger Jahre und blieb dennoch fast unbekannt: Cornell Woolrich (1903–1968). Der Erfinder der Hollywoodschen ›Schwarzen Serie‹ schrieb, anders als Hammett und Chandler, Etüden der Einsamkeit und elementaren Ängste. (...) Dämmrig, dunkel, schwarz ist das Ambiente; voller Fallen, Intrigen, Seltsamkeiten, Widrigkeiten der soziale Topos; obsessiv, bedrohlich, aggressiv, irritierend, unsicher die psychologische Befindlichkeit; in jedem Fall ›suspicious‹, verdächtig. Diesen klaustrophobisch-traumatischen Kosmos, Edgar Allan Poe und Franz Kafka streifend, holte ein US–Schriftsteller aus dem Dunkel seines Unbewußten, der zu den seltsamsten und bis heute unterschätztesten Erscheinungen des 20. Jahrhunderts zählt: Cornell Woolrich. (...) Kein Autor hat die Filmindustrie derart massiv mit Ideen bedient wie er. Kaum ein Roman oder eine Kurzgeschichte, die nicht verfilmt, fürs Radio dramatisiert oder später fürs Fernsehen aufgegriffen worden wäre. Woolrich hat die ›Schwarze Serie‹ ›nicht‹ mitbeeinflußt, sondern sie ›hauptsächlich‹ eingeleitet und gestaltet.«Die Weltwoche

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