Der eine hieß Jacob (1785–1863), der andere Wilhelm (1786–1859), sie lebten und arbeiteten wann immer möglich zusammen. Sie wurden in Hanau geboren und widmeten ihr ganzes Leben der Sprachwissenschaft und der Literatur. Sie schufen zusammen das ›Deutsche Wörterbuch‹, sammelten Märchen und schrieben sie in einem naiven Erzählstil nieder, der vorzüglich zu den Stoffen paßt.
»War Jacob vielleicht der größere, so kann doch sein Lebwenswerk nicht von dem des Bruders getrennt werden. Zu innig waren sie wie im leben so in der Arbeit, ja im Erkennen und noch im Erahnen ineinander verflochten. So sei von ihnen als von Einem Manne die Rede, dem es gegeben war, ganz zu ahnen, was der Begriff ›eines Volkes Sprache‹ umfängt.«Hugo von Hoffmansthal
»Nach meiner Überzeugung gibt es unter allen, die sich in Deutschland um dessen ältere Literatur bekümmern, keinen wie Wilhelm Grimm und seinen Bruder Jacob, an Wahrheitsliebe, Gründlichkeit, Umfassung und Fleiß.«Brief an Goethe
»Ich gestehe, daß ich die Grimmschen Märchen, als einen goldenen Schatz wahrhafter Poesie, zu meinen Lieblingsspeisen zähle.«Brief an Karl Mörike