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B. Traven

Foto: Archiv Diogenes Verlag

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B. Traven

Geboren am 25.2.1882(?) in San Francisco(?) oder am 3.5.1890(?) in Chicago(?), gestorben am 26.3.1969 in Mexiko City, seine Asche wurde von einem Sportflugzeug über den Regenwäldern des Rio Jataté in der Nähe der guatemaltekischen Grenze verstreut. Er war ein Freund der Indios, ein Feind der Großgrundbesitzer und Öltrusts und der bekannteste Unbekannte der deutschen Literatur. Als er 1969 starb, waren seine Bücher in Dutzende von Sprachen übersetzt und in über 25 Millionen Exemplaren verbreitet. Über ihn, der sich hinter der Bemerkung versteckte: »Die Biographie eines schöpferischen Menschen ist ganz und gar unwichtig«, wußte man nichts. Wurde er 1882 in San Francisco oder 1890 in Chicago geboren? Gesichert scheint, daß er sich im Weimar der zwanziger Jahre als Ret Marut ohne Erfolg als Schauspieler und Regisseur versuchte, bevor er in München die radikalanarchistische Zeitschrift ›Der Ziegelbrenner‹ herausgab und im wesentlichen selbst schrieb. Nach dem Sturz der bayerischen Räteregierung, an der er als Zensor und Presseredakteur beteiligt war, entkam er nach Mexiko.

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»Ein großer Epiker. Sicherlich kein sehr angenehmer Herr, sicherlich kein sehr glücklicher Mensch. Aber ein großer Epiker. Ein deutscher Verleger ruft: ›Traven! Der deutsche Jack London!‹ Fühlt er nicht, wie er seinen Autor damit herabsetzt? Traven ist so wenig ein deutscher Jack London, wie Westerland das deutsche Biarritz oder Oberhof das deutsche Chamonix... deutscher Whisky. Traven ist Traven. Das ist sehr viel. Ich wünschte, daß alle seine Werke recht bald bei den Sortimentern zu haben wären.«Kurt Tucholsky

»Einer der geheimnisvollsten literarischen Rätsel des 20. Jahrhunderts.«International Harald Tribune

»B. Traven war zeitlebens um die Verhüllung seiner Identität bemüht. Heute darf als gesichert gelten, daß Traven identisch ist mit dem Münchner Revolutionär Ret Marut, der von 1917 an die anarchistische Zeitschrift ›Der Ziegelbrenner‹ herausgab, aktiv an der Münchner Räterepublik beteiligt war und sich nach deren Zusammenbruch nur durch Flucht vor der Hinrichtung retten konnte, um 1924 unter dem Namen B. Traven in Mexiko aufzutauchen. Der literarische Stellenwert seiner Werke ist unbestritten; Travens Romane erzählen lakonisch und ohne moralische Anklage von Ausbeutung und Gewalt in der kapitalistischen Welt. Schauplätze sind die Randbereiche dieser Zivilisationsform, der Dschungel, die mexikanische Sierra, die Handelsschiffe.«Kindlers Neues Literatur Lexikon

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