Dick Francis, geboren 1920, war viele Jahre Englands erfolgreichster Jockey, bis ein mysteriöser Sturz 1956 seine Karriere beendete. Fast 50 Jahre lang schrieb er Thriller, die das Pferderenn- und Wettmilieu als Hintergrund haben. Seine 42 Romane wurden alle Bestseller. Dick Francis starb 2010.
»Im Englischen reimt sich, wenn auch mühsam, ›riding‹ auf ›writing‹. Francis sieht Schreiben durchaus als Fortsetzung des Reitens mit anderen Mitteln. Kein Pfund zuviel darf der Jockey, kein Wort zuviel darf der Autor auf die Waage bringen; schon der Start, die erste Seite, muß das Publikum fesseln; und dann geht es mit Bravour und trickreichen Manövern über die Bahn, zum sensationellen Finish. Mit seiner lakonisch-ironischen Schreibweise, mit seiner Plot- und Psycho-Raffinesse segelt er in der Armada der englischen Krimi- und Thriller-Autoren in der ersten Linie.«Der Spiegel
»Es ist so neu nicht, daß einer vom Tellerwäscher zum Millionär avanciert. Aber daß sich jemand mit einem Purzelbaum in die Weltliteratur katapultiert, schon. Als Roß und Reiter 1956 auf der Rennbahn von Aintree beim umstrittensten Hindernisrennen der Welt, dem ›Grand National‹, zu Boden gingen, war die Geburt des Schriftstellers Dick Francis nur noch eine Frage der Zeit. Der erfahrene Jockey (in 2500 Rennen rund 230 Stürze) und frühere Royal-Air-Force-Pilot hatte das Feld lange Zeit angeführt. Doch Francis stürzte auf eine mysteriöse Weise wenige Meter vor dem Ziel, das Pferd begrub ihn unter sich, verletzte ihn so schwer, daß er das Reiten zugunsten des Journalismus, seit 1962 für eine einzigartige Autorenkarriere aufgab. Seitdem galoppiert Dick Francis uneinholbar auf einer tierischen Erfolgswelle.«Die Welt
»Dick Francis gelingt das Kunststück, alle seine Geschichten im gleichen Umfeld spielen zu lassen, aber sich niemals mit den Krimi-Tricks zu wiederholen. Er erzählt immer wieder von neuen kriminellen Machenschaften — die leider keineswegs unrealistisch klingen. Und bei denen man nur eines sicher weiß: Das Pferd war niemals der Täter.«Frankfurter Rundschau