Geboren am 2.10.1936 in Colli del Tronto (Provinz Ascoli Piceno). Als Gymnasiast kopierte er an freien Nachmittagen alte Meister in der Pinakothek von Ascoli Piceno. ›Entdeckt‹, wie er es gehofft hatte, wurde er nicht, der Museumsdirektor jedoch fing an, ihm privat Zeichenunterricht zu geben. Pericoli veröffentlichte erste Zeichnungen in einer Lokalzeitung, nicht ohne positiven Einfluß auf deren Auflage. So finanzierte er sein Jurastudium in Rom und Urbino, das er jedoch kurz vor dem Examen schmiß: Anstatt in eine Kanzlei ging er nach Mailand und mietete ein Atelier. Heute ist er in Italien eine Institution, berühmt als ein Karikaturist, der Politiker und die intellektuelle Schickeria aufs Korn nimmt, bekannt aber auch als Illustrator, Maler, Bühnenbildner und Werbegraphiker und besonders durch seine Schriftsteller- und Künstlerportraits, die mit feinen Strichen und großer Phantasie ganze Geschichten erzählen.
»Pericoli zielt auf die Seele ab, ob eine da ist oder nicht, und porträtiert oft, wenn er ein Gesicht porträtiert, in Wirklichkeit einen Gedanken, eine Weltanschauung, einen poetischen oder erzählerischen Stil.«Umberto Eco
»Pericoli ist das, was man mit ›Originalgenie‹ bezeichnet, eine Persönlichkeit, wie wir sie gegenwärtig in Deutschland kaum kennen.«Georg Ramseger
»Wer Porträtszeichnungen von ihm kennt, wird sich nicht darüber wundern, daß der Südländer Tullio Pericoli der erste Zeichner der Welt ist, der gerade mit dem Olaf-Gulbransson-Preis ausgezeichnet worden ist. (...) Seine Portraitzeichnungen sind wunderbare Bildnisse, mehr entschlüsselnde als enthüllende, auf merkwürdige Weise individualisierende, jedesmal ein bißchen überraschende Darstellungen.«Die Zeit
»Der vor kurzem erschienene Band ›Porträts‹ enthält Karikaturen zu bedeutenden Geistern der Weltliteratur. Aufs neue bewährt sich hier Pericolis Kunst. Sein feiner Strich zeigt sehr wohl auch die Schattenseiten der Dichtercharaktere. Entlarven jedoch will er die Objekte seiner Analyse keineswegs. Denn bei aller satirischen Neigung ist Tullio Pericoli stets ein Liebhaber geblieben, ein Verehrer der Dichter und Denker, der für seine Verehrung die ihm angemessene Form fand: menschenfreundliche Ironie.«Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Der vor kurzem erschienene Band ›Porträts‹ enthält Karikaturen zu bedeutenden Geistern der Weltliteratur. Aufs neue bewährt sich hier Pericolis Kunst. Sein feiner Strich zeigt sehr wohl auch die Schattenseiten der Dichtercharaktere. Entlarven jedoch will er die Objekte seiner Analyse keineswegs. Denn bei aller satirischen Neigung ist Tullio Pericoli stets ein Liebhaber geblieben, ein Verehrer der Dichter und Denker, der für seine Verehrung die ihm angemessene Form fand: menschenfreundliche Ironie.«Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Gerade die stets spürbare versöhnliche Grundstimmung macht diese Porträts so vergnüglich.«Fränkischer Tag