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Lydia Tschukowskaja

Foto: Archiv Diogenes Verlag

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Lydia Tschukowskaja

Nach ihrem Philologiestudium arbeitete die Tochter eines Schriftstellers in einem Kinderbuchverlag. Während des Stalin-Terrors wurde ihr Mann verhaftet und erschossen. Das gleiche Los hätte auch sie getroffen, wäre das Manuskript der Erzählung ›Sofja Petrowna‹ in die falschen Hände geraten. Es ist das einzige Buch, das damals über die blutigen Ereignisse entstanden ist. Kurz bevor es 1962 in Moskau erscheinen sollte, wurde es verboten und konnte nur im Westen veröffentlicht werden. Als Tschukowskaja wegen dieser Auslandspublikation sowie ihrer zahlreichen Protestaktionen 1974 aus dem sowjetischen Schriftstellerverband ausgeschlossen wurde, entgegnete sie dessen Vertretern: »Was werden die Ausgeschlossenen tun? Bücher schreiben. Sogar Gefangene haben Bücher geschrieben und schreiben Bücher. Und was werden ›Sie‹ schreiben? Resolutionen. – Schreiben Sie!«

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»Ihre klingende, unbestechliche Stimme einer leidenschaftlichen Schriftstellerin erhob sich auch während der Zeit des allgemeinen Terrors und der Erstarrung.«Alexander Solschenizyn

»Einen der begabtesten und aufrichtigsten Zeugen des literarischen Lebens in der Sowjetunion, vielleicht den hervorragendsten.«The Guardian

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