Edward Gorey, 1925 in Chicago geboren, starb im April 2000. Im knöchellangen Pelzmantel, den Bluejeans und den viel zu weißen Tennisschuhen wurde der Art Director des Verlags Doubleday & Co. als letzter Viktorianer und erstklassiger New Yorker Exzentriker stadtbekannt. Weltbekannt machten ihn seine Bildergeschichten. Die Ehrungen seines Werkes reichen vom Deutschen Jugendbuchpreis für ›Schorschi schrumpft‹ bis zu einem Verbot durch das österreichische Innenministerium wegen Pornographie. Als ›Ballettomane‹ besuchte Gorey jahrzehntelang fast allabendlich das New York City Ballet und sah über 800-mal den ›Nussknacker‹, allein 78-mal mit seinem Lieblingstänzer Balanchine. Als dieser in Rente ging, verließ auch Gorey New York und zog nach Cape Cod, wo der Pessimystiker, umgeben von 15000 Büchern und etlichen Katzen, bis zu seinem Tod zurückgezogen lebte.
»Die wenigen Zeilen unter Goreys Bildern sind genauso sophisticated wie die Zeichnungen selbst. Er ist einer meiner Ehrendadaisten.«Die Zeit
»Edward Gorey ist der Großmeister des Absonderlichen.«Die Welt
»Wie das Schicksal mit Figuren, spielt Edward Gorey mit Worten und Erzählformen.«Das Magazin
»Gorey, der Protagonist des schwarzen Humors, verbindet die phantastische Welt von Lewis Carroll mit der bösen von Alfred Hitchcock. Seit über dreißig Jahren dichtet er nun schon an einer Bilderwelt, in der das Außergewöhnliche gerade schicklich und die unmöglichste Wendung die einzig passable ist. Durch ihn lebte eine literarische Gattung wieder auf: die illustrierte, die Moritat.«Frankfurter Allgemeine Zeitung