Filter

  • Neuste Beiträge
  • Archiv
  • Monat
  • Foto/ Video/ Audio

Ein Protagonist stellt sich vor. Auszüge aus Chris Kraus' neuem Roman ›Das kalte Blut‹

Schlechtes Wetter – Zeit für dicke Bücher! Das kalte Blut von Chris Kraus erzählt auf 1200 Seiten die Geschichte zweier Brüder aus Riga, die erst in Nazideutschland, dann als Spione der jungen Bundesrepublik Karriere machen. Die Jüdin Ev ist mal des einen, mal des anderen Geliebte. In der leidenschaftlichen Ménage à trois tun sich moralische Abgründe auf, die zu abenteuerlichen politischen Ver­wicklungen führen. Hauptfigur und Ich-Erzähler in dem fast ein ganzes Jahrhundert umspannenden Epos ist Koja Solm. In den nachfolgenden Abschnitten stellt er sich und seine Familie vor.

<p>Foto: Maurice Haas / © Diogenes Verlag</p><br/>
Weiterlesen

»Ohne Lügen würden alle Familien untergehen. Und auch alle Staaten.« Chris Kraus großes Epos ›Das kalte Blut‹

Mit Chris Kraus ist kein Unbekannter zu Diogenes gestoßen: Als Filmregisseur und Drehbuchautor hat er sich bereits einen Namen gemacht, heute erscheint sein neuer Roman Das kalte Blut.

In bildgewaltiger Sprache entfaltet sich dieses Drama über Verrat und Selbstbetrug, das quer durch das 20. Jahrhundert und wie ein Lauffeuer von Riga über Moskau, Berlin und München bis nach Tel Aviv führt. Kraus hat in seinem epochalem Werk die eigene Familiengeschichte so lange verfremdet und stilisiert, dass sie sich nun als literarisches Unive🐰rsum vor uns ausbreitet.

<p>Foto: Maurice Haas / © Diogenes Verlag</p><br/>
Weiterlesen

»Meine liebste Viererbande« von Benedict Wells

Der Schriftsteller Benedict Wells fährt gerne Nachtzug – aus Not und aus Passion. Hommage an eine aussterbende Reiseform. Ein Gastbeitrag.

<p>Foto: Von <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18359033" target="_blank">Dödel</a> - Eigenes Werk, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank">CC BY-SA 3.0</a>, via Wikimedia Commons</p><br/>
Weiterlesen

Julian Barnes über Georges Simenon und Maigrets Frankreich

Von Julian Barnes

Georges Simenon kehrt zurück

Georges Simenon (1903 – 1989), Verfasser von zunächst Groschenromanen, dann Krimis und romans durs (genannt Maigrets und Non-Maigrets), schrieb rasend schnell, hatte eine Abneigung gegen Literatur mit einem großen L und gierte geradezu nach Ruhm und Geld. Zu seinen vielen Bewunderern zählten Gide, Cocteau, Céline, Anouilh, Colette, Mauriac, Somerset Maugham, Thornton Wilder, T.S. Eliot, Henry Miller und John Cowper Powys.

<p>Foto: © Peter Brüchmann</p><br/>
Weiterlesen