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Mag ich / Mag ich nicht – heute mit: Solomonica de Winter

Gut beobachtet und sehr aufschlussreich. Einen spannenden Einblick in ihre Persönlichkeit und in ihr Leben gibt uns die Autorin Solomonica de Winter mit ihrer Liste von Geliebtem und Ungeliebtem.

<p>Foto:&nbsp;© Anneke Hymmen</p><br/>

Mag ich: sehen, wie sich der Gesichtsausdruck von Menschen verändert, wenn sie eine lustige Geschichte hören; ganz viel Schwarz tragen; wie der Himmel von einer Farbe zur anderen wechselt; klassische Musik hören beim Schreiben und Old-School-Hip-Hop, egal wo ich gerade bin; nach einem langen Tag nach Hause kommen und sofort in meinen Pyjama schlüpfen; die Sterne am klaren Nachthimmel sehen; große, dicke, glückliche Hunde; große, dicke, glückliche Katzen; wenn ein gutes Buch mir noch einige Tage nachdem ich es ausgelesen habe, im Kopf herumschwirrt.

Mag ich nicht: Menschen, die unfreundlich zu Kellnern sind; wenn ich im Winter aufwache, und es ist noch dunkel, und von der Schule heimkomme, und es ist schon wieder dunkel; wenn es draußen so kalt ist, dass es weh tut; wenn beängstigende Dinge in der Welt geschehen, auf die ich keinen Einfluss habe; den Gedanken, wie unermesslich groß der Ozean ist; den Gedanken an gruselige Kreaturen tief unten im Meer; die Tatsache, dass die Bibliothek von Alexandria abgebrannt ist; ans Ende eines guten Buchs zu kommen, von dem ich mir eigentlich gewünscht hätte, das es nie aufhört.

Aus dem Amerikanischen von Julia Decker.

 

Bei Diogenes zuletzt erschienen:

Die Geschichte von Blue