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Denken mit: Albert Einstein

»Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie.« Wie ließe sich Albert Einsteins Entdeckungs- und Forschungsdrang besser in Worte fassen? Doch verdanken wir ihm, einem der berühmtesten Wissenschaftler überhaupt, nicht nur hervorragende Ideen wie die revolutionäre Realitivitätstheorie – in seinen hervorragend geschriebenen Briefen finden sich allerlei kluge Gedanken.

<p>Foto: © Archiv Diogenes Verlag</p><br/>

Auch wenn er nie an eine Publikation dachte, sind Albert Einsteins Briefe wunderbar lesbar, unterhaltsam, und sie zeugen von Weitsicht. Berühmt ist sein Schreiben an Präsident Roosevelt, in dem er – überzeugter Pazifist – sich aus Furcht vor einer deutschen Aggression für die Entwicklung der Atombombe aussprach. Und auch heute noch haben Einsteins Überlegungen teils bestürzende Aktualität.

»Wenn die Bekenner der gegenwärtigen Religionen sich ernstlich bemühen würden, im Geiste der Begründer dieser Religionen zu denken, zu urteilen und zu handeln, dann würde keine auf den Glauben gegründete Feindschaft zwischen den Bekennern verschiedener Religionen existieren. Noch mehr, sogar die Gegensätze im Glauben würden sich als unwesentlich herausstellen.«

»Es gäbe genug Geld, genug Arbeit, genug zu essen, wenn wir die Reichtümer der Welt richtig verteilen würden, statt uns zu Sklaven starrer Wirtschaftsdoktrinen oder -traditionen zu machen.«

»Am Objektiven gemessen ist es unsäglich wenig, was der Mensch durch heißes Bemühen der Wahrheit abringt. Aber das Streben befreit uns aus den Fesseln des Ichs und macht uns zu Genossen der Besten.«

»Eine Erde gibt es seit etwas mehr als einer Billion Jahren. Was die Frage nach ihrem Ende betrifft, so rate ich: abwarten und zusehen!«

»Körper und Seele sind nicht zwei verschiedene Dinge, sondern nur zwei verschiedene Arten, dasselbe Ding wahrzunehmen. Entsprechend sind Physik und Psychologie nur zwei verschiedene Versuche, unsere Erlebnisse auf dem Weg systematischen Denkens miteinander zu verknüpfen.«

Briefe

»Sehet im Studium nie eine Pflicht, sondern die beneidenswerte Gelegenheit, die befreiende Schönheit auf dem Gebiet des Geistes kennen zu lernen zu Eurer eigenen Freude und zugunsten der Gemeinschaft, der Euer späteres Wirken gehört.«

»Das Studium und allgemein das Streben nach Wahrheit und Schönheit ist ein Gebiet, auf dem wir das ganze Leben lang Kinder bleiben dürfen.«

»Bedenken Sie, dass die feineren und edleren Menschen stets allein sind und sein müssen und dass sie dafür die Reinheit ihrer eigenen Atmosphäre genießen dürfen.«

»Machen Sie sich keine Sorgen über ihre Schwierigkeiten in Mathematik; ich kann Ihnen versichern, meine sind noch größer.«

»Jeder Krieg fügt ein weiteres Glied an die Kette des Übels, die den Fortschritt der Menschlichkeit verhindert.«

»Die Schulbücher müssen neu geschrieben werden. Statt uralte Konflikte und Vorurteile zu verewigen, soll ein neuer Geist unser Erziehungssystem erfüllen.«

»Was für eine Welt könnten wir bauen, wen wir die Kräfte, die ein Krieg entfesselt, für den Aufbau einsetzten.«

»Wir müssen uns stellen, für die Sache des Friedens die gleichen Opfer zu bringen, die wir widerstandslos für die Sache des Krieges gebracht haben.«

Warum Krieg?

Der Band Briefe, herausgegeben von Helen Dukas und Banesh Hoffmann und erschienen Ende April 2015, besteht zum größten Teil aus Zitaten aus bisher unveröffentlichten Briefen und Zeugnissen Albert Einsteins.

Ebenfalls lieferbar: Warum Krieg? – mit Briefen von Albert Einstein und Sigmund Freud sowie einem Essay von Isaac Asimov.