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Georges Simenon  |  Die Zeit mit Anaïs  |  Roman, Taschenbuch, 224 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

Roman, detebe 21329 Broschur, 224 Seiten
Erschienen in Jan. 2001
Nicht lieferbar!

ISBN 978-3-257-21329-4

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Georges Simenon
Die Zeit mit Anaïs

Aus dem Französischen von Ursula Vogel

Albert Bauche bleibt mit seinem Wagen in einem Wald zwischen Paris und Orléans liegen. Er geht in einen Gasthof, trinkt ein paar Gläser Schnaps und ruft anschließend die Polizei. Er hat einen Mord zu gestehen, den Mord an seinem Geschäftspartner Nicolas. Bald schon muss Bauche um seinen Kopf kämpfen, denn die Geschworenen verurteilen brutale Mörder, wie Bauche einer zu sein scheint, zum Tode. An dieser Stelle kommt Anaïs ins Spiel.

Mehr zum Inhalt

Als auf der Polizeistation von Ingrannes das Telefon klingelt, meldet sich ein gewisser Albert Bauche, bezichtigt sich des Mordes an seinem Chef, dem anrüchigen Geschäftsmann Serge Nicolas, und stellt sich der Polizei. Was Bauche nicht wusste, war, dass er seine Stellung niemand anderem verdankte als seiner Frau Fernande, Nicolas’ Geliebter. Bauches Bericht gibt den ihn verhörenden Polizeibeamten keine Handhabe gegen ihn: Bauche erzählt seine persönliche Wahrheit, und auch die nur jemandem, der sich für seine Gedankengänge, seine Krankengeschichte interessiert, dem Psychiater. Am Anfang dieser Geschichte steht Anaïs, ein Mädchen aus seinem Dorf, das alle Männer im Ort einmal lieben, am Strand oder unten am Kanal. Selbst Bauches Vater. Anaïs’ Bild führt ihn später in Paris zur Nymphomanin Fernande, die er heiratet, die ihn hintergeht, mit der er sich dennoch glücklich wähnt ... Eine brisante Analyse des scheuen, zum ewigen Mittelmaß und Ungenügen verurteilten Menschen vor Gericht, einer dieser Menschen, die »derart schlecht für das Leben ausgerüstet sind, dass man fast einen Übermenschen aus ihnen machen würde, wenn man in ihnen einen Schuldigen – statt ein Opfer – sähe« (Georges Simenon).

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»Einer der größten Dichter des 20. Jahrhunderts.«Frankfurter Allgemeine Magazin

»Auffällig ist die atmosphärische Dichte der Romane von Simenon. Weit über das bloße Lokalkolorit hinaus wird das ›Wesen‹ einer Umgebung erfaßt, ihr Stimmungsprofil, ihre psychosoziale Temperatur. Es ist, als exemplifizierte Simenon in seinen Werken den Proustschen Gedanken, daß eine bestimmte Landschaft, ein bestimmtes Klima auch einen besonderen Menschenschlag hervorbringe.«Neue Zürcher Zeitung

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