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Gottfried Keller  |  Züricher Novellen  |  Taschenbuch, 432 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 19.90* / € (A) 11.30

detebe 22643 Broschur, 432 Seiten
Erschienen in Okt. 1993

ISBN 978-3-257-22643-0
(D) 10.90 / (A) 11.30
sFr 19.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Gottfried Keller
Züricher Novellen

»Ein junger Zürcher, der sich Meister Jacques nennen läßt, beklagt, daß es keine ›ursprünglichen Menschen, keine Originale‹ mehr gebe, sondern nur noch Dutzendleute und gleichmäßig abgedrehte Tausendpersonen‹. Er bemüht sich daher, nun selbst ein Original zu sein oder noch zu werden. Auf einem Spaziergang zu der Burg Manegg, dem einstigen Sitz des Geschlechts der Manesse, erzählt ihm sein Pate, ein ehrwürdiger Bürger der Stadt, Geschichten, um zu zeigen was ein gutes, nachahmenswertes Original ist.«

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»Das leiser und melodischer gestimmte Lachen Kellers ist in den irdischen Gewölben so gut zu Hause wie in den himmlischen das des Homer. Man hat aber noch jedesmal erlebt, daß man zu einem großen Autor sich den Zugang verbaut, wenn man davon ausgeht, er sei Humorist. So ist auch Kellers Humor nicht die goldne Politur der Oberfläche, sondern der unberechenbare Anlageplan seines melancholisch-cholerischen Wesens. In seiner Weise ist der Humor eine Rechtsordnung.«Walter Benjamin

»Kellers eigentliches Gebiet war die kräftige Kleinplastik, und daher ist alle seine Romandichtung Novellenschichtung, auch wo sie dies nicht äußerlich ist. Er schrieb einmal, eine ungeschriebene Komödie gehe durch alle seine Epik, und in der Tat war seinem dichterischen Wesen eine feine Falte lächelnder Ironie dauernd eingekerbt.«Egon Friedell

»Ich kann es nicht lassen, Ihnen wenigstens mit einer Zeile meine Bewunderung Ihrer ›Züricher Novellen‹ zu bezeugen, deren letzte – wenn man den Teil eines Ganzen loben darf – mich tief ergriffen hat. Auch ich wüßte die Art des Eindruckes auf den Leser und die Mischung nicht nur des Tragischen und Komischen, sondern überhaupt Ihrer poetischen Kräfte erwägend, keinen sich ungesuchter bietenden Vergleichspunkt als den Humor und die Tragik des großen Briten. Das ist viel gesagt, aber es ist nicht anders.«Conrad Ferdinand Meyer

»Gottfried Kellers Talent war derartig, daß die Leser verführt wurden zu glauben, den Dichtern gelinge, was sie vorhaben, spielend und die Schriftstellerei sei kinderleicht.«Robert Walser

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