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Friedrich Dürrenmatt  |  Zusammenhänge / Nachgedanken  |  Taschenbuch, 240 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 17.90* / € (A) 10.20

detebe 23075 Broschur, 240 Seiten
Erschienen in Okt. 1998

ISBN 978-3-257-23075-8
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Friedrich Dürrenmatt
Zusammenhänge / Nachgedanken

Essay über Israel. Eine Konzeption

1974 wurde Dürrenmatt vom israelischen Außenministerium zu Gastvorlesungen nach Israel eingeladen. An der Hebräischen Universität Jerusalem hält er eine Rede, die er mehrfach umschreiben und zu dem vorliegenden Essay erweitern sollte: ›Zusammenhänge‹. Außerdem: ›Nachgedanken‹, unter anderem über Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in Judentum, Christentum, Islam und Marxismus und über zwei alte Mythen.

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»Es geschieht selten, daß man einen Text, der vor mehr als zwanzig Jahren aus einer aktuellen zeitgeschichtlichen Situation heraus entstanden ist, mit wachsendem Interesse und mit Blick auf die Gegenwart liest. Für Friedrich Dürrenmatts Essay über Israels ›Zusammenhänge‹ gilt dies uneingeschränkt. Faszinierend, wie Dürrenmatt den geschichtlichen Hintergrund beleuchtet, wie er Zusammenhänge herstellt und gleichzeitig seine Erlebnisse in Jerusalem einbezieht.«Bayerischer Rundfunk

»Alle Grundthemen des Dramatikers, Erzählers und Dramaturgen werden mitverarbeitet. Dieser Essay gehört ebenso zum ganzen Dürrenmatt wie die ›Betrachtungen eines Unpolitischen‹ den ganzen Thomas Mann repräsentiert hatten und Sartres ›Betrachtungen zur Judenfrage‹ den ganzen Sartre. Dürrenmatts Versuch endet, wie bei Lessing, als Parabel im Märchenton: als Versöhnung des Abu Chanifa und des Anan Ben David, weil ›beider Eigentum... die Freiheit des einen und die Freiheit des anderen ist‹. Allein: diese Freiheit ist, in Dürrenmatts Parabel, die Freiheit im gemeinsamen Kerker.« Die Zeit

»Dürrenmatts ›Essay über Israel‹ ist Bekenntnisschrift, Reisebericht und weltdeutender Traktat, poetische Parabel, religionsgeschichtliche Studie, politisches Memorandum und prophetisches Manifest in einem. ›Eine Konzeption‹ hat Dürrenmatt seinen Essay über Israel genannt. Bar jeder politischen Romantik entwickelt er eine mögliche Lösung für ein scheinbar unlösbares Problem. Die Politik hat sich auf den Weg gemacht, Dürrenmatts Konzeption einzuholen. Und es spricht für beide, den Autor und den mühevollen, gegen Rückschläge nicht gefeiten politischen Prozeß in Israel. ›So klein dieser Landstrich ist, den wir Palästina nennen‹, faßte Dürrenmatt vor zwanzig Jahren zusammen, ›er hat Platz für zwei Staaten... Mit Jerusalem als beider Hauptstadt, dennoch ungetrennt. Das scheint utopisch. Das Zukünftige ist immer utopisch.‹«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein Israel-Buch, wie man noch keines sah und kaum je wieder sehen wird. Ein überaus gedankenreiches Werk, dessen Reichweite von der Reportage über die Dichtung, die Geschichts- und Religionswissenschaft bis zur Philosophie, stellenweise sogar bis zu Physik und Kosmologie hin langt. Buch eines radikalen Aufklärers, der gleichwohl eine eigentümliche Beziehung zur Transzendenz pflegt. Eines Philosophen, der bei aller Geschichts-Skepsis geschichtlich zu denken versteht.«Frankfurter Rundschau

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