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Ian McEwan  |  Amsterdam  |  Roman, Taschenbuch, 224 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 12.90* / € (A) 9.20

Roman, detebe 23284, 224 Seiten
Erschienen im Juni 2001

ISBN 978-3-257-23284-4
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 12.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Ian McEwan
Amsterdam

Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser

Alle haben sie dieselbe Frau geliebt, die nun nicht mehr ist: ein Politiker, ein Chefredakteur, ein Komponist. Als desto gegensätzlicher erweisen sich ihre Ambitionen: Ein Freundschaftspakt wird zum Teufelspakt, als es in Amsterdam zum Showdown kommt. Ian McEwan erhielt 1998 den Booker-Preis für diese ebenso witzige wie gnadenlose Geschichte über die Mechanismen der Medien und der Macht.

Mehr zum Inhalt

Vernon und Clive, zwei langjährige Freunde, sehen sich bei der Einäscherung von Molly wieder, einer Frau, mit der sie beide einmal mehr als Freundschaft verband. Angesichts des traurigen Endes, das ihre ehemalige Geliebte gefunden hat, schließen sie einen Pakt: Sollte einer von ihnen unheilbar erkranken, wird der andere das Leiden abkürzen ... Die Beerdigung hat Clive aus dem Komponieren seines Lebenswerks herausgerissen. Auf einem Spaziergang im Lake District kommt ihm die erleuchtende Idee für das Finale seiner Millenniumsinfonie – in ebendem Moment, als eine Frau um Hilfe ruft. Clive muss sich zwischen Kunst und Leben entscheiden. Auch Vernon muss eine folgenschwere Entscheidung treffen: Ihm sind kompromittierende Fotos des rechten Politikers Garmony zugespielt worden. Soll er den politischen Gegner und früheren Rivalen durch einen Skandal in den Medien ruinieren? Intrigen, die sich als teuflisch erweisen: In Amsterdam eröffnen sich viele Möglichkeiten, auch solche mit fatalen Folgen, als es zum Showdown zwischen den ehemaligen Liebhabern von Molly kommt.

StimmenAlle anzeigen

»Ian McEwan verdichtet die Geschichte zweier Männer zu einer schnörkellosen, genau ins Ziel treffenden Charakterstudie, die nebenbei äußerst spannend ist. Der Selbstbetrug einer Generation wird ohne Moralinsauerkeit vor unsrem Auge seziert.«die tageszeitung

»McEwan hat mit ›Amsterdam‹ einen seiner bisher besten Romane geschrieben, weil er die Metamorphosen seiner Generation zwar von innen beschreibt, dabei aber nie den nötigen kalten Blick verliert. Vielleicht liegt ja in der neuen Mitte der Gesellschaft, wo er jetzt angekommen ist, ein für Satiren wie literarische Vivisektionen gleichermaßen fruchtbares Terrain.«Radio Bremen

»Mit teuflischer Lust entrollt Ian McEwan in seinem Roman ›Amsterdam‹ ein Tableau von Männer-Freundschaften, das nur auf den ersten Blick wie eine Kolportage aus der Kunst-, Polit-, und Medienwelt daherkommt. In Wirklichkeit erörtert der Brite die durchaus komplexe Frage journalistischer Ethik in einer von Boulevard-Kriterien regierten Öffentlichkeit. Und daß sich dies so außerordentlich süffig liest, kann man ihm nun wirklich nicht zum Vorwurf machen. McEwan erzählt hier unverschnörkelt, flott und präzise. In seiner unverkünstelten Art und mit seinem ironischen Understatement entwirft McEwan perfide das Bild einer Gesellschaft, die sich selbst nur noch im Spiegel ihrer Medien zu erkennen scheint.«Kölnische Rundschau

»Wenn Ian McEwan in die menschliche Psyche blickt, wird einem als Leser schwarz vor Augen. Der Engländer hat den unfehlbaren Röntgenblick, so wie andere Leute das absolute Gehör. Glücklicherweise besitzt Ian McEwan, der in seinem Roman ›Amsterdam‹ mit Überzeichnungen nicht spart, aber auch einen sehr pointierten Sinn für Humor. Ian McEwan ist ein Großmeister in der Disziplin des heiteren Zynismus. Brillant.«Brigitte

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