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Ian McEwan  |  Abbitte  |  Roman, Taschenbuch, 544 Seiten | € (D) 12.90 / sFr 22.90* / € (A) 13.30

Roman, detebe 23380 Broschur, 544 Seiten
Erschienen in April 2004

ISBN 978-3-257-23380-3
(D) 12.90 / (A) 13.30
sFr 22.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Ian McEwan
Abbitte

Aus dem Englischen von Bernhard Robben

Die Abgründe und die Macht der Leidenschaft und der Phantasie: An einem heißen Tag im Sommer 1935 spielt die dreizehnjährige Briony Tallis Schicksal und verändert dadurch für immer das Leben dreier Menschen.

Mehr zum Inhalt

Am heißesten Tag im Sommer 1935 wird die dreizehnjährige Briony Tallis im Landhaus ihrer Familie Zeuge eines eigenartigen Geschehens. In der Schwüle des Tages sind alle wie verwandelt: Was treibt die ältere Schwester mit Robbie Turner am Brunnen, was in einer dunklen Ecke der Bibliothek? Und wie ist jenes Wort in dem Brief zu verstehen, den sie nicht öffnen sollte? Mit Briony geht die Phantasie durch. Noch am selben Abend ist das Leben aller Beteiligten für immer verändert... ›Abbitte‹ ist ein Buch über Leidenschaft und die Macht des Unbewussten, über Reue und die Schwierigkeiten der Vergebung. Ein Meisterwerk, einfach hinreißend in seiner Beschreibung von Kindheit, Krieg und Liebe. In leuchtenden Bildern ersteht ein ganzes Universum: Weltliteratur.

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»Ian McEwans meisterhafter Roman ›Abbitte‹ zählt zu der Art Literatur, die uns von der ersten Seite an mit vollkommener Klarheit begegnet. Alles scheint vor dem Auge des Autors bereits bis ins letzte Detail zu existieren: die seltsame Schutzzone, die ein englisches Landhaus den kreativen Ambitionen einer 13-Jährigen und jeder Nuance ihrer unvollendeten Persönlichkeit bietet. Je weiter sich die Ereignisse eines einzigen Tages ausbreiten, desto mehr beeindruckt diese Klarheit. Satz für Satz beleuchtet McEwan seine vollkomene Schöpfung, deren Thema die Unvollkommenheit ist: die Charakterschwäche des Teenagers, der aus einer Laune kindlicher Eifersucht die Leben der Schwester und ihres Geliebten zerstören wird.«Literaturen

»McEwans Meisterschaft liegt darin, dass er seine intellektuellen Volten über das Wesen des Menschen und das der Literatur in eine sehr lebendig erzählte Geschichte fasst. ›Abbitte‹ ist ein postmoderner Schmöker, wunderbar zu lesen.«Der Spiegel

»Ian McEwan ist mit ›Abbitte‹ ein Geniestreich gelungen. Der Roman ist schon deshalb ein Wunder, weil sein Erscheinen letztes Jahr von ›Times Literary Suplement‹ und ›New York Book Review‹, ›New Yorker‹ und ›Repubblica‹ mit ausnahmslos hymnischen Rezensionen begrüßt wurde und er dennoch zum Bestseller avancierte (der zeitweise Autoren wie John Grisham oder Stephen King hinter sich ließ).«Die Weltwoche

»Ian McEwans ›Abbitte‹ ist ein glänzend geschriebener, ein faszinierend erzählter Roman über die großen Themen der Literatur, über Schuld und Unschuld, über Liebe und ihre Bedingungen, über Selbsterkenntnis und, ja, Abbitte. Und ebenso ist es ein Roman über die Bedingungen des Erzählens mit einer Verbeugung vor Jane Austen und Virginia Woolf. In einer furiosen Volte im Epilog zeigt McEwan noch einmal sein ganzes Können, seine Meisterschaft in der Komposition und sein Vergnügen beim Erfinden von Geschichten.«Mannheimer Morgen

»McEwans neuer Roman zeigt den Autor auf der Höhe seiner Kunst. ›Abbitte‹ ist, nebst vielem andern, ein großartiger Roman über das Geschäft des Schreibens, dessen Mechanismen und Wirkungen, und über die Verantwortung des Schriftstellers.«NZZ am Sonntag

»Groß und ambitiös ist ›Abbitte‹ angelegt, es geht um Liebe und Krieg, Schuld und Sühne, Verantwortung und Schicksal und ganz zentral auch um die Magie der Literatur. Der Roman weitet den Blick vom kindlichen Egoismus bis zur Altersweisheit, die alles in der Schwebe lässt; vom familiären Mikrokosmos zum Untergang einer ganzen Gesellschaft; er enthält die Stufen literarischer ›apprentissage‹, alle Einflüsse (Virginia Woolf) und ihre Überwindung und stellt so eine kleine englische Literaturgeschichte dar. Und in die hat sich Ian McEwan jetzt endgültig eingeschrieben. Dem einstigen Virtuosen gezielter Geschmacklosigkeiten, der sich seinen Beinamen ›Macabre‹ redlich verdient hatte, steht jetzt ein neuer zu: Klassiker.«Tages-Anzeiger

»Erst jetzt hat der grandiose Stilist McEwan eine Story gefunden, die dem Ausmaß seines poetischen Vermögens entspricht, die ihm erlaubt, ein Familiendrama zum Welttheater zu entfalten. Ian McEwan hat einen Roman über die Literatur geschrieben, der gleichzeitig ein Roman über den Menschen ist. Gleichzeitig – darin liegt die Kunst. Kein Buch, in dem neben diversen Figuren auch einige literaturtheoretische Überlegungen vorkommen, sondern ein Buch, das nach der Moral des Schreibens fragt und Schreiben, also Imaginieren, als besonders heikle Form sittlichen Handelns betrachtet. Das ist klassisch gedacht, insofern die Hybris des Dichters gegenüber der Welt, die er fassen und überhöhen will, hier zwangsläufig zur Katastrophe führt. Das ist fatalistisch gedacht, insofern jeder Mensch zum Verhängnis des anderen werden kann. Und das ist kongenial gemacht, indem das Böse ausgerechnet im Bereich des zweckfreien Schönen zum Ausdruck kommt, indem die Gewalttätigkeit des schöpferischen Aktes kaum geringer als der Terror der Schändung erscheint. Der Leser wird nicht behaupten können, von all diesen Dingen noch nie gelesen zu haben: von der Liebe und der Verfehlung, von der Täuschung und von der Scham. Doch wie hier das Kleine sich ins Monströse wendet, wie Anschauung und Empfindung sich gegenseitig steigern, bis ein fiebriger Sommertag in eine unglückselige Nacht mündet und erst in der kalten Stunde vor Sonnenaufgang endet, wenn man erkennan kann, was Menschsein heißt – das ist jedenfalls unerhört. Es liegt eine fast obszöne Schönheit in McEwans erzählerischer Perfektion. Ein tiefenpsychologisches Meisterwerk.«Die Zeit

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