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Walter E. Richartz  |  Büroroman  |  Taschenbuch, 288 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 17.90* / € (A) 10.20

detebe 20574, 288 Seiten
Erschienen im April 2007

ISBN 978-3-257-20574-9
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Walter E. Richartz
Büroroman

Der ›Lebensraum‹ von Millionen Angestellten, die winzigen Lustspiele, die Mikrodramen und Tagträume unter der Decke alltäglicher Monotonie; die ganze Welt der Büroarbeiter, von der Kantine bis zur Chefetage, wird Gegenstand einer furiosen Deskriptionsorgie von grausamer Komik.

Mehr zum Inhalt

Der Roman beschreibt nichts als Wirklichkeit. Der Titel bringt den Inhalt auf die kürzeste Formel. Ort: das Büro 1028. Personal: die Insassen Frau Klatt, Herr Klatt, Herr Kuhlwein und Fräulein Mauler. Der ›Lebensraum‹ von Millionen Angestellten, die winzigen Lustspiele, die Mikrodramen und Tagträume unter der Decke täglicher, alltäglicher, allzu alltäglicher Monotonie: das Bekannteste und Banalste, was jeder am eigenen Leib erleidet, aber nicht mehr wahrnimmt, die ganze Welt der Büroarbeiter, vom morgendlich schlafmatten Waschlappenschmatzen bis abends zu Lembke und Thoelke, von der Kantine bis zur Chefetage, von der Betriebsversammlung bis zur Weihnachtsgrati wird Gegenstand einer furiosen Deskriptionsorgie von grausamer Komik.

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»Ein Archiv und Begriffsgedächtnis des Daseins kleiner Angestellter in großen Häusern vor dem Computerzeitalter.«Frankfurter Rundschau

»Die zynische, grausam genaue Detail-Registratur der Damen und Herren im Bürohochhaus ist kein Ab-, sie ist ein Außenbild, ein Erscheinungsbild, gesehen aus der Distanz, ein Bild, wie es sich bei der Betrachtung durchs Mikroskop ergibt. Eine Satire. Ja, eine unheimliche, eine bitterböse Satire. Nichts zum Lachen, mithin. Sondern ein moralischer Appell.«Die Zeit

»Der ›Büroroman‹ ist eine Expedition in einen großen weißen Flecken auf der literarischen Landkarte unserer Gegenwart. Unter der Hand des Autors wird der langweiligste Bürotag interessant.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Drei Schreibtische auf sechsundzwanzig Quadratmetern Bürofläche, dazu Aktenschrank, Garderobenspind, Handwaschbecken und vor dem nicht zu öffnenden Fenster ein paar kümmernde Grünpflanzen. Das ist das Zimmer 10/24, Abteilung Rechnungswesen der Firma DRAMAG Mess- und Regelungstechnik. Und was sich auf diesem Schauplatz ereignet, ist nichts anderes als die immer gleiche bürokratische Routine: registrieren, fakturieren, inventarisieren und nebenbei ein bisschen intrigieren – eine ewige Wiederkehr des Gleichen, wie der Speiseplan in der Kantine. Und das soll Lesevergnügen bereiten? Und wie! Denn der penible Registrator Walter E. Richartz schaut so genau hin, dass durch seine minutiöse Beschreibung das Alltägliche in ganz neuem Licht erscheint. Mit allen Sinnen saugt er Büroatmosphäre ein: Gesten und Geräusche, Gerüche und Gerüchte. Er beschreibt die Routinen des Radierens und In-der-Nase-Bohrens, das enervierende Kratzen einer Nagelfeile und das Flackern verendender Neonröhren. Richartz weiß um die Klagen über die immer falsch eingestellte Klimaanlage, er kennt die vielen Tonarten des mittäglichen ›Mahlzeit‹-Grußes und die nach Deutscher Industrie-Norm verfassten Urlaubsgrüße auf den an die Wand gehefteten Ansichtskarten. Und doch wird in diesem Buch mit dem lapidaren Titel ›Büroroman‹ nicht bloß die Inventur des allseits Bekannten betrieben. Je intensiver der Erzähler die Banalität des Büros anschaut, um so fremdartiger erscheinen die Dinge. Erst ist er ja noch komisch, dieser ins Groteske auswachsende Perfektionsdrang, dann aber wird er zunehmend unheimlich, und am Ende hat der bürokratische Apparat die Herrschaft über jene übernommen, die ihn bedienen. Walter E. Richartz hat in Kurzgeschichten, Romanen und Hörspielen beharrlich jenen Punkt umkreist, an dem Präzision und Rationalität ins Absurde umschlagen. Dieses Umkippen inszeniert er auch in diesem ›Büroroman‹: amüsant, hinterlistig - und mit dem ihm eigenen Hang zur bitteren Schlusspointe.«Norddeutscher Rundfunk

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