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Hartmut Lange  |  Die Bildungsreise  |  Novelle, Taschenbuch, 128 Seiten | € (D) 7.90 / sFr 13.90* / € (A) 8.20

Novelle, detebe 23348 Broschur, 128 Seiten
Erschienen in März 2003
Nicht lieferbar!

ISBN 978-3-257-23348-3

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Hartmut Lange
Die Bildungsreise

Müller-Lengsfeldt, Kunsterzieher aus Berlin, möchte im Dunstkreis von Johann Joachim Winckelmann das Alte Rom entdecken. Doch unbegreifliche Ereignisse stören den reinen Kunstgenuß. Und das Vorbild selbst, Winckelmann, entpuppt sich als widerspruchsvolle Gestalt mit einem rätselhaften Doppelleben.

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Eigentlich möchte sich Müller-Lengsfeldt, Kunsterzieher aus Berlin, ganz auf das Alte Rom und das Wirken von Johann Joachim Winckelmann konzentrieren, dem berühmten Erwecker der Antike. Aber da ist die anziehende Reiseleiterin Regina Ziegler, leider hartnäckig belagert von seinem Konkurrenten Schmeer. Da taucht ein bedrohlicher Wanderfalke immer wieder auf, so unerklärlich wie das nächtliche Treiben vor seinem Hotelzimmer. Und schließlich die Figur, um die seine Gedanken kreisen: Warum hat Winckelmann im April 1768 die Stadt seines Ruhmes Hals über Kopf verlassen? Gibt es einen Zusammenhang mit seiner grauenvollen Ermordung zwei Monate später in Triest? Je mehr sich Müller-Lengsfeldt an die Seelenlage Winckelmanns herantastet – an eine widerspruchsvolle Gestalt mit einem rätselhaften Doppelleben –, umso prekärer wird seine eigene. Er folgt seinem Vorbild auf eine Reise ins Unbekannte, deren Ziel so ungewiss ist wie die Möglichkeit der Rückkehr.

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»Man fühlt sich in dieser Novelle ungefähr so, wie Bertrand Russel einst metaphysische Sinngebung definierte: als Versuch, ›in einem dunklen Zimmer eine schwarze Katze zu fangen, die sich gar nicht darin befindet‹. Hartmut Langes ›Bildungsreise‹ ist wie ein intellektuelles Roulettespiel komponiert. Zufall oder Metaphysik? Dieser Ungewißheit sieht sich der Leser ausgesetzt. Es besteht akute Suchtgefahr, die sich in abermaligem Lektürezwang äußert.«Mannheimer Morgen

»In nüchternen, zuweilen auch spröden Sätzen wird eine ebenso vertraute wie ungeheuerliche Begebenheit berichtet: der schleichende Ausbruch einer Psychose. Das Auffälligste an dieser Prosa ist ihre handwerkliche Präzision. Grund genug, einen souveränen Erzähler wie Lange vom Stigma des Geheimtips zu befreien.«Literaturen

»Meisterlich versteht Hartmut Lange die Kunst der Doppelbödigkeit und subtilen Anspielung, eine Erzähltechnik, die an Kafka erinnert. Er erzählt auf mehreren Ebenen gleichzeitig, und nicht zuletzt das ist es, was seiner minutiös kalkulierten Novelle ›Die Bildungsreise‹ ihre wunderbare Spannung verleiht.«DeutschlandRadio

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