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John Irving  |  Bis ich dich finde  |  Roman, Taschenbuch, 1152 Seiten | € (D) 13.90 / sFr 19.90* / € (A) 14.30

Roman, detebe 23621, 1152 Seiten
Erschienen im Juni 2007

ISBN 978-3-257-23621-7
(D) 13.90 / (A) 14.30
sFr 19.90*
* unverb. Preisempfehlung

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John Irving
Bis ich dich finde

Aus dem Englischen von Dirk van Gunsteren und Nikolaus Stingl

›Bis ich dich finde‹ ist die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter ist Tätowiererin, sein Vater ein Organist, der verschwunden ist. Ein Roman über Obsessionen und Freundschaften; über fehlende Väter und (zu) starke Mütter; über Kirchenorgeln, Ringen und Tattoos; über gestohlene Kindheit, trügerische Erinnerungen und über die Suche nach der einen Person, die unserem Leben endlich einen Sinn gibt.

Mehr zum Inhalt

Laut seiner Mutter war Jack Burns bereits ein Schauspieler, bevor er Schauspieler wurde, doch die lebhaftesten Erinnerungen an seine Kindheit waren die an jene Augenblicke, in denen er den Drang verspürte, sich an der Hand seiner Mutter festzuhalten. Das waren die Augenblicke, in denen er nicht spielte. So beginnt John Irvings elfter Roman, ›Bis ich dich finde‹ – die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter, Alice, ist eine Tätowiererin aus Leith. Sein Vater, William Burns, ist ein junger Kirchenorganist aus Edinburgh und ein »Tintensüchtiger«, dem nachgesagt wird, daß er sich so viele Tattoos stechen lassen wird, bis sein Körper ein einziges Notenblatt und jeder Quadratzentimeter beschrieben ist. Eine düstere Prophezeiung. Doch Alice lässt sich nicht beirren – der tintensüchtige Organist hat längst ihr Herz erobert. Als Jack vier ist, begleitet er seine Mutter auf eine Reise durch verschiedene Ost- und Nordseehäfen – Hamburg, Kopenhagen, Stockholm, Oslo, Helsinki. Die beiden suchen Jacks Vater, der verschwunden ist. Aber Alice benimmt sich höchst rätselhaft, und der Vater bleibt unauffindbar. Jack wird in Kanada und Neuengland erzogen, doch geprägt – und unauslöschlich gezeichnet – wird er durch seine Beziehung zu älteren Frauen. Erst als er längst kein kleiner Junge mehr ist und als Hollywoodstar in Transvestitenrollen Triumphe feiert, bricht Jack noch einmal – allein – nach Europa auf.

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»John Irving sprengt in seinem neuen Roman ›Bis ich dich finde‹ Dimensionen. Nie war ein Buch von ihm so umfangreich, nie war eines so erotisch, nie gewährte Irving mehr Einblick in seine eigene Vergangenheit. Ein fesselndes, humorvolles, bewegendes, großartiges Werk.«Frankfurter Neue Presse

»Man reibt sich erstaunt die Augen und fragt sich, wie um alles in der Welt man es, ohne es zu merken, so lange mit einem Buch ausgehalten hat. Das dicke Buch muß also sogenannt ›fesselnd‹ sein, und fesselnd sind meist Bücher von Autoren mit einem Überschuß an Phantasie. Leute, die schreiben um der Üppigkeit, des Überschusses, der phantastischen Erweiterungsmöglichkeiten einer an sich so normalen menschlichen Existenz willen. Leute, die Füllhörner über den Lesern ausschütten, die mit Absicht unterhalten wollen, die sich nicht um Ausgewogenheit scheren und die Dramaturgie einer Geschichte als Zickzackkurs mit möglichst steilem Ausschlag betrachten. Die höchsten Höhen, die tiefsten Tiefen. Leute, die Schreiben scheinbar nicht als Mühe, sondern als Fest und Exzeß betrachten und überhaupt nicht geizig sind mit allem, was ihnen der Teufel oder der liebe Gott jemals in Kopf, Herz, Bauch (oder ein Organ, das weiter unten sitzt) gelegt hat. John Irving gehört unbedingt dazu. Irving zu lesen ist eine Erfahrung, wie weit, weit zurück in irgendeiner Kindheit oder Jugend, als ganze Tage in Leselöchern verschwanden, die schönsten Sommernachmittage hinter heruntergelassenen Jalousien verdämmerten, die stille Zeit im Zimmer aber zur buntesten und reichsten wurde, die man sich überhaupt vorstellen konnte. Kurz: Irving zu lesen ist eine sehr befriedigende Angelegenheit.«Tages-Anzeiger

»Jack Burns weiß, daß man das Tätowieren am besten auf einer Flunder übt, er hat keinen Vater und frühen sexuellen Erfolg. Mit seiner Mutter durchsucht er die Welt nach seinem Vater. Verbringt die Jugend auf einer Mädchenschule, wird Hollywoodstar. Und setzt die Vatersuche fort. ›Bis ich dich finde‹ – 1152 Seiten und 117 Protagonisten stark – ist John Irvings unendlich trauriger neuer Roman, ein Geschichten-Feuerwerk, prall und abgründig. Und ein Schlüssel zum Leben des vaterlosen Autors, der während der Arbeit am Buch von vier Halbgeschwistern erfuhr. Schon fertig, änderte Irving noch die Perspektive des Romans - vom Ich-Erzähler zum weniger schmerzhafen Er.«Neon

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