Yadé Kara
Bernard Mac Laverty
oder der Optimismus
Voltaire
Sheridan Le Fanu
Patrick Modiano, Jean-Jacques Sempé
Anton Cechov, Peter Urban (Hg.)
Daten zu Leben und Werk
Peter Urban
Jakob Arjouni
Geistreiche Sinn- und Schlußreime
Angelus Silesius
Jakob Arjouni
Friedrich Glauser
H.A. Rey, H.A. Rey (Ill.)
H.A. Rey, H.A. Rey (Ill.)
Dick Francis
Magdalen Nabb
oder Die beiden Musiker
Honoré de Balzac
Andrea De Carlo
die gute Schlange
Tomi Ungerer, Tomi Ungerer (Ill.)
Selbstportrait der Künstlerin als junge Frau
Muriel Spark
Florenz im Dezember: Ein fünfjähriger Junge steht starr vor Angst auf dem kalten Marmorküchenboden eines alten Patrizierhauses und traut sich nicht in sein Kinderzimmer zurück. Das Kindermädchen hat frei, die Mutter sucht Vergessen in einem langen Schlaf, der Vater ist auf Geschäftsreise. – Ein Familiendrama, dessen viele Facetten sich wie in einem Kaleidoskop erst nach und nach zu einem Bild zusammenfügen.
Von außen betrachtet, sind sie das perfekte Paar: der 46j-ährige Filippo mit den großen rauchgrauen Augen, der aus einer der besten Florentiner Patrizierfamilien kommt, und die blutjunge, völlig unerfahrene Francesca, schön wie ein Engel von Leonardo da Vinci. Francesca meint ihren Traumprinzen gefunden zu haben, doch kaum verheiratet, kümmert sich Filippo nicht mehr um seine Frau und ist immer häufiger auf Geschäftsreisen im fernen London. Francesca fühlt sich in dem alten Florentiner Haus wie lebendig begraben. Sie gerät nach der Geburt ihres ersten Sohnes, Cosimo, von einer Depression in die andere, was von Filippos Familie nur mit dem Hinweis auf eine Nervenanstalt quittiert wird. Francesca verzweifelt an sich, denn an wem sollte es sonst liegen, dass ihr Mann sich kaum in ihrer Nähe aufhält? Doch eines Tages macht sie eine Entdeckung, die viel erklärt, aber alles noch viel komplizierter macht.
»In diesem Roman über den Mord an dem fünfjährigen Cosimo verzichtet Nabb nicht nur auf die vertraute Ermittlerfigur ihres Gemütsmenschen Maresciallo Guarnaccia. Sie kündigt die Kriminalroman-Konvention mit dem Leser überhaupt auf, die diesem nicht nur eine kunstvolle Verrätselung und Konstruktion des Verbrechens verspricht, sondern auch eine plausible Auflösung. In ›Cosimo‹ muss der Leser selbst ermitteln, und das Material, das Nabb ihm vorgibt, besteht, wie im wahren Leben, nicht aus harten Fakten und unwiderlegbaren Indizien, sondern aus Schall und Wahn. Wie viele der besten Krimiautoren ist auch Magdalen Nabb eine erfolgreiche Verfasserin von Kinderbüchern. Deshalb gelingt ihr das Kunststück, die Geschichte von Cosimos Sterben hauptsächlich aus einer Perspektive zu erzählen, die besonders schwer glaubwürdig zu gestalten ist: aus der des fünfjährigen zukünftigen Opfers.«Die Zeit
»Magdalen Nabb ist eine hervorragende Schriftstellerin, eine Meisterin.«Österreichischer Rundfunk