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Federico Fellini  |  Die Gauner  |  Taschenbuch, 160 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

detebe 21587 Broschur, 160 Seiten
Erschienen in Juni 1988

ISBN 978-3-257-21587-8
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Federico Fellini
Die Gauner

Aus dem Italienischen von Renate Heimbucher

Dies ist, von außen her betrachtet, die Geschichte eines alternden Gauners, der eine moralische Mauserung erlebt. Es ist etwas vom Satan und vom Heiligen in ihm. Fellini nimmt das Risiko auf sich, zwischen diesen beiden Extremen einen engen Zusammenhang zu knüpfen. Der Gauner betätigt sich als Wolf im Schafspelz; er verübt im Gewand des Geistlichen sein Teufelswerk. Und eben die fromme Verkleidung, von der ja so etwas wie eine magische Kraft ausstrahlt, leitet seine innere Umkehr ein. Durch die Begegnung mit einem verkrüppelten Mädchen gewinnt er Einsicht in sein eigenes seelisches Verkrüppeltsein. Jedoch zu spät: Seine Kumpane lassen ihn im Stich, nachdem sie ihn tödlich verwundet haben.

Mehr zum Inhalt

»Dem äußeren Schein nach eine Gangstergeschichte: Schwindler verkleiden sich als Priester und wandern durch das Land von einfachen, gläubigen Bauern. Da und dort erzählen sie, es sei in einem Feld ein Schatz vergraben, ein Raubmörder habe seine Untat gestanden. Der Schatz soll den Bauern gehören, wenn sie ihn ausgraben, aber der Kirche gehöre davon eine runde Sunne, damit für den reuigen Sünder eine Messe gelesen werden könne. Die Bauern rücken das Geld heraus, der Schatz ist wertlos, die Gauner stopfen sich die Taschen voll und verschwinden.«

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»Wieder einmal würden wir, wenn wir einen stilistischen und spirituellen Vorläufer für Fellini nennen müßten, bei Kafka enden. Die Wanderschaft des alten, abgestumpften ›bidonista‹ entspricht dem kafkaesken Mechanismus von Versuch und Strafe in einer Welt erschöpfter, gleichgültiger Menschen.«Tullio Kezich

»Der Druck seiner Filmarbeiten wird wahrscheinlich noch weiter wirken als die Filme selbst – einfach weil das Protokoll dieses Erträumers mit Schreibstift und Kamera sich in aller Schlichtheit noch besser festhakt als das handlungsstarke Bild. Mit der Fellini-Reihe findet nicht ein Protokoll zum Filmgedicht statt, sondern Literatur.« Die Welt

»Ein Gegenmodell zu den komischen italienischen Gaunergeschichten voller Schlaumeierei und fideler Helden, auch eine Kritik am Neorealismus und dessen eher sentimentaler Haltung zur Armut. Eine wissende Studie über die Einsamkeit als die andere Seite der Freiheit.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

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