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Esmahan Aykol  |  Goodbye Istanbul  |  Roman, Taschenbuch, 368 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 17.90* / € (A) 10.20

Roman, detebe 23780 Broschur, 368 Seiten
Erschienen in Okt. 2008

ISBN 978-3-257-23780-1
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Esmahan Aykol
Goodbye Istanbul

Aus dem Türkischen von Antje Bauer

Um einer unglücklichen Liebe zu entkommen, verlässt Ece ihre Heimatstadt Istanbul und beginnt ein neues Leben in London. Doch beim Tellerwaschen in einem Grillrestaurant stürzen tausend Erinnerungen auf sie ein, schmerzliche, aber auch schöne. Ece erkennt: Für einen Neuanfang ist Vergessen viel, Erinnern alles.

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Zwei Männer machen Ece das Leben schwer. Einerseits der Vater: Seit er bei einem Arbeitsunfall einen Arm verloren hat, glaubt er, ein Recht auf Bosheit zu haben und alle Mitglieder der Familie tyrannisieren zu dürfen, wie es ihm gefällt. Andererseits Tamer: Ece liebt ihn – er aber ist verheiratet und will sich seit Jahren nicht von Frau und Kind trennen. Schließlich verlässt die junge Frau die geliebte Heimatstadt Istanbul und sucht ihr Glück in London. Doch das Leben in der Emigration ist anders als erwartet. Die Fotos, die Verwandte nach Hause geschickt hatten, um ihr luxuriöses Leben in der Fremde zu dokumentieren, erweisen sich als Fälschungen: Sie ließen sich vor Villen und Limousinen ablichten, die gar nicht ihnen gehören. Von Integration kann nicht die Rede sein, vielmehr leben die Türken in einer Parallelwelt, in der sie mit England kaum in Berührung kommen, und wenn, dann nur negativ. Während Ece in einem billigen Grillrestaurant die Teller wäscht, wird sie von Erinnerungen heimgesucht. Betreffen sie Tamer oder ihren Vater, schüttelt sie sie ab, indem sie andere Bilder heraufbeschwört: Bilder vom Großvater, der ebenfalls Emigrant war. Als armenischer Silberschmied in Istanbul hatte auch er ganz unten angefangen. Und die Frau seines Lebens kennengelernt: Eces Großmutter. Erinnern und Vergessen – beides ist schmerzlich. Beides hilft Ece aber auch, Fuß zu fassen in ihrem neuen Leben.

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»Die Menschen, die die junge Türkin umgeben, bangen um ihr Aufenthaltsrecht, balancieren am drohenden Abgrund zwischen entwürdigender Schwarzarbeit, gefälschten Papieren und schäbigen Wohnhäusern. Aykol gibt diesen gesellschaftlichen Außenseitern ein Gesicht, zeichnet sie als liebenswerte Menschen wie du und ich – und lässt am Ende sogar einen kleinen, aber hellen Hoffnungsfunken aufglimmen.«3sat online

»Aykols Roman handelt von der Verfolgung der Armenier und davon, wie es ist, das erste Mal Wasser aus einem Wasserhahn trinken zu können – in London. Historisches aus dem Osmanischen Reich, oft verpackt in märchenhafte Episoden, Parallelgesellschaften in London – die Gefahr, einen 350 Seiten starken Roman zu überladen, umschifft die Autorin souverän. Auch, weil sie viele Episoden nur andeutet. So entwickelt sich in ›Goodbye Istanbul‹ eine zauberhafte, vergangene Welt – illustriert durch die märchenhaften Erzählungen von Eces Großvater –, die immer wieder mit der Gegenwart in London oder Istanbul kontrastiert wird. Aykol ist ein Buch über brennende Fragen der Migration geglückt, scharfsinnig nimmt sie die Verhältnisse in den Blick.«Spiegel online

»Deutsch-Türkin Aykol entwirft einen hintergründigen Blick ins Multikulti-Dasein und in die Vergangenheit der Türkei: Um eine glückliche Liebe zu vergessen, zieht Ece von Istanbul nach London. Sie will dort neu anfangen, aber das ist viel schwerer, als sie es sich vorgestellt hat.«petra

»Esmahan Aykol teilt die Legenden wie Scheherazade auf und verbindet auf diese Weise eine unverkrampft aufgeschriebene Immigrantengeschichte mit orientalischer Geschichte. Es ist ihr ein hoffnungsvoller Roman gelungen, in dem die Schwierigkeiten nicht ausgeblendet, sondern vom festen Glauben an ein besseres Leben aufgefangen werden: Wenn man ganz unten ist, führt der Weg immer nach oben. Aber zuerst einmal muss man ihn suchen. Wie warmherzig und zugleich informativ Aykol diese Suche beschreibt, ist unbedingt lesenswert.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

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