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Marianne Gilbert Finnegan  |  Das gab’s nur einmal  |  Biographie, Taschenbuch, 304 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 17.90* / € (A) 10.20

Biographie, detebe 23948 Broschur, 304 Seiten
Erschienen in Juli 2009

ISBN 978-3-257-23948-5
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Marianne Gilbert Finnegan
Das gab’s nur einmal

Verloren zwischen Berlin und New York
Aus dem Englischen von Renate Orth-Guttmann

Eines Morgens wacht man auf und ist allein. Mariannes Kinderalptraum wird wahr: Die Mutter übersieht sie, der Vater lässt sie immer wieder im Stich. Es ist 1939, und sie sind eine zerrissene Familie und bald auch aus der Heimat vertrieben: die einsame kleine Berliner Halbjüdin und ihre glamourösen Eltern Elke und Robert Gilbert – er Jude und der Texter von Musikfilmen seiner Zeit, sie aufstrebende Sängerin, Protestantin, die ihren Mann nicht aufgeben will.

Mehr zum Inhalt

Kinder stellen sich das manchmal vor: Eines Morgens wacht man auf und ist allein. Die Schule ist geschlossen, die Eltern verschwunden, die Welt untergegangen oder leer – bis auf einen selber. Für Marianne Gilbert, zu Beginn des Buches acht Jahre alt, wird dieser Kinderalptraum 1939 wahr, und sie fühlt sich daran mitschuldig. Als Halbjüdin ist ihr die Schule verschlossen. Die Mutter Elke, eine aufstrebende Sängerin aus streng lutherischer Familie, deren Ehe die kleine Marianne nicht kitten kann, lässt das Kind in den wechselnden Wohnungen zwischen Berlin, Zürich und Paris oft allein. Der jüdische Vater, Robert Gilbert, seit den 20er-Jahren ›der‹ Texter und Arrangeur von Schlagern und Musikfilmen (wie ›Das gibt’s nur einmal‹, ›Die drei von der Tankstelle‹, ›Das Weiße Rössl‹), geht fremd und dann notgedrungen ins Ausland – eine private Katastrophe inmitten einer politischen. Elke will Robert nicht aufgeben, fängt ihn mit Hilfe des als ›Mischling‹ – ebenso wie er – gefährdeten gemeinsamen Töchterchens ein und verfrachtet die »Familie« nach New York. Die Gilberts sind zwar gerettet, aber auf ein Leben in der Neuen Welt schlecht vorbereitet. Von ihrer winzigen Wohnung in der Bronx aus, umgeben von anderen deutsch-jüdischen Flüchtlingen (wie Hannah Ahrendt und Heinrich Blücher), planen sie die Fortsetzung ihres Berliner Erfolgs am Broadway. Doch um dort erfolgreich zu sein, muss man sich assimilieren. Wie wird man Amerikaner, wenn man zwar intellektuell herausragend ist, aber seine komplizierten Gedanken auf Englisch nicht ausdrücken kann? Das Einzelkind Marianne macht es vor ...

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»Die Stärke dieses Lebensberichts liegt darin, dass es Marianne Gilbert gelingt, den Alltag ihrer Familie ohne Larmoyanz, nicht selten sogar heiter zu beschreiben.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Marianne Gilbert berichtet in ›Das gab’s nur einmal‹ einerseits über das Glück, dem Nationalsozialismus entkommen zu sein, und andererseits die innere Zerissenheit, die eigene Identität nicht zu verlieren beziehungsweise sie als Flüchtlingskind zwischen den Fronten zweier Kulturen zu finden.«Preußische Allgemeine Zeitung

»Marianne Gilbert hat ihre Geschichte lebensklug und nicht ohne Humor aufgeschrieben.«Der Spiegel

»In den Mittelpunkt der Erinnerungen, die mit dem Erwerb der amerikanischen Staatsbürgerschaft 1948 enden, stellt Marianne Gilbert ihre Metamorphose vom deutschen Flüchtlingskind mit jüdischem Vater und lutherischer Mutter zur selbstbewussten Amerikanerin. Sie beschreibt, ständig wechselnd von der Perspektive des heranwachsenden Kindes zum Panoramablick der Erwachsenen, die Erfahrungen langjähriger Bodenlosigkeit und deren letztlich glückliche Überwindung.«Neue Zürcher Zeitung

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