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Brian Moore  |  Hetzjagd  |  Roman, Taschenbuch, 304 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 17.90* / € (A) 10.20

Roman, detebe 23096 Broschur, 304 Seiten
Erschienen in Jan. 1999

ISBN 978-3-257-23096-3
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Brian Moore
Hetzjagd

Aus dem Englischen von Bernhard Robben

Ein französisches Gericht verurteilte ihn wegen Kollaboration mit den Nazis 1945 zum Tod, Politiker und Klerus beschützten ihn. Jahrzehntelang blieb Pierre Brossard unbehelligt, bis den Siebzigjährigen seine Vergangenheit einholt. Verbrechen verjähren nach 40 Jahren – nicht aber Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

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›Wirklich heimisch fühlte er sich nur in Klöstern. Gastfreundschaft gegenüber Fremden war hier Gesetz, über Jahrhunderte des Glaubens tradiert, Erinnerung an eine Zeit, als die Kirche eine eigene Macht unabhängig von aller weltlichen Autorität war und es ihr freistand, jenen Fliehenden Asyl zu gewähren, denen sie zu helfen gewillt war. Hinter den Klostermauern hörte die Welt auf. Mönche sehen nicht fern und lesen keine Zeitungen. Das war das Allerwichtigste. Gerade jetzt.‹ In den Weinbergen zwischen Aix, Nizza und Avignon fährt ein weißer unscheinbarer Peugeot von einem Kloster zum anderen. Sein 70-jähriger Fahrer ist den Mönchen stets willkommen, auch für längere Zeit. Wer würde auch hinter jenem Mann am Steuer die Zielscheibe eines Killerkommandos vermuten, einen Mann, dem die Militärpolizei auf den Fersen ist? Ein wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit Verurteilter, der jederzeit einen stillen Winkel in so mancher Abtei findet? Der vom Staatspräsidenten begnadigt wurde, da man auch in den höheren Rängen jene unselige Vichy-Zeit vergessen möchte? Und dennoch ist der alte Mann auf der Flucht: vor mysteriösen Attentätern. Schon schwinden allseits Sympathien. Die Zahl der Orte, an denen der Gesuchte sich sicher fühlen kann, verringert sich, er entkommt nur noch mit knapper Not. Seit der Gesuchte ins Rampenlicht geraten ist, scheint es noch weitere Kollaborateure in hohen Positionen zu geben, die belangt zu werden fürchten ...  Brian Moore, der die Kunst des Schreibens packender Romane mit enormer literarischer Meisterschaft verbindet, deckt jenes labyrinthische Minenfeld auf, das zum Erbe vom Nachkriegsfrankreich gehört.

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»Brian Moores spannender, glänzend geschriebener Politthriller ›Hetzjagd‹ ist, wie fast alle Romane des gebürtigen Nordiren, ein zutiefst moralisches Buch, eine Abhandlung über Schuld, Sühne, Gerechtigkeit und Rache – und eine bittere, aber keineswegs billige Abrechnung mit der Verlogenheit der katholischen Amtskirche.«Der Spiegel

»Brian Moore, der ausgezeichnet schreiben kann und bei Diogenes auch adäquat übersetzt wird, hat einen faszinierenden ›Thriller‹ geschrieben, der dem Leser über viele, viele Seiten die Chance gibt, sich selbst auf eine der Seiten zu schlagen. Zum uneinsichtigen Kollaborateur, der allmählich in Stich gelassen wird und in Notwehr mordet, oder zu einer der möglichen staatlichen oder kirchlichen Persönlichkeiten, die an ihrer Vergangenheit leiden.«Kurier

»Wirklichheit und Fiktion greifen so ineinander, daß man beim Lesen den Eindruck hat, es könnte sich durchaus um einen authentischen Fall handeln. Dieser Realismus gibt der Spannung des Buches eine besondere Qualität.«Radio Bremen

»Ein glänzend und rasant geschriebener psychologischer Thriller. Denn nicht nur die gnadenlose Verfolgung Brossards zieht einen in den Bann. Faszinierend zu lesen ist auch das vielschichtige Portrait Brossards. Mal ist er ein einsamer alter Mann, dann wieder der alte listige Fuchs, der seinen Verfolgern immer wieder entkommt, dann mimt er wieder den gläubigen Christen, um schließlich sein wahres Gesicht zu zeigen – das eines eiskalten, unberechenbaren, brutalen Menschen. Diese Kombination macht den Roman zu einem spannenden, atemberaubenden Erlebnis.«Süddeutscher Rundfunk

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