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Petros Markaris  |  Hellas Channel  |  Roman, Taschenbuch, 464 Seiten | € (D) 11.90 / sFr 19.90* / € (A) 12.30

Roman, detebe 23282 Broschur, 464 Seiten
Erschienen in Sept. 2001

ISBN 978-3-257-23282-0
(D) 11.90 / (A) 12.30
sFr 19.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Petros Markaris
Hellas Channel

Ein Fall für Kostas Charitos
Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger

Er liebt es, Souflaki aus der Tüte zu essen, dabei im Wörterbuch zu blättern und sich die neuesten Amerikanismen einzuverleiben. Seine Arbeit bei der Athener Polizei dagegen ist kein Honigschlecken. Im Trubel um den Mord an der Reporterin von ›Hellas Channel‹ gelingt es Kostas Charitos dennoch stets, er selbst zu bleiben – ein hitziger Einzelgänger, ein Nostalgiker im modernen Athen.

Mehr zum Inhalt

Er hatte Janna Karajorgi, Reporterin für ›Hellas Channel‹, noch nie ausstehen können – sie war überheblich und machte sich bei jeder Pressekonferenz über ihn lustig. Doch nun ist sie tot, ermordet, und er, Kostas Charitos von der Athener Polizei, soll den Fall übernehmen. Notgedrungen begibt er sich in die Höhle des Löwen und legt sich mit seinen ärgsten Feinden an: den Journalisten. Das Fernsehen ist ein rotes Tuch für Charitos, denn seit seine Tochter ausgezogen ist, sitzt seine Frau täglich stundenlang vor der Mattscheibe und ist vor lauter Seifenopern, Fernsehkrimis und Nachrichten unansprechbar geworden. In einem Griechenland, das Schlauheit mit Bildung verwechselt und Schundromane mit Literatur gleichsetzt, da werden Skandalmeldungen nicht in Frage gestellt. Janna Karajorgi war berüchtigt für ihre Skandalreportagen. Wer hatte Angst vor ihren Enthüllungen? Die Albaner, deren obskuren Machenschaften sie auf der Spur war? Der Kinderschänder, den sie an den Pranger gestellt hatte? Die Kollegen, denen Karajorgis Erfolg und Eigenständigkeit zu weit gingen? Der Kommissar führt die Ermittlungen nicht allein, denn auch die Presse will ihn finden: den Mörder der Karajorgi, die nächste quotensichere Sensation.

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»Kostas Charitos steht seinen internationalen Kollegen in nichts nach: wie sie hat er private Probleme, wie sie kommt er erst nach Umwegen zur Lösung des Falles, wie sie hat er mit Problemen der Gesellschaft zu tun, die über das hinausreichen, was von einem Polizeibeamten in Ordnung gebracht werden kann. Der Ton aber unterscheidet diesen Roman von anderen; manchmal ironisch, manchmal provokant - durchaus auch kritisch mit der politischen Geschichte Griechenlands umgehend -, so erfährt der Leser die (beschränkten) Gedanken des Polizisten. Mit diesem Buch könnte Markaris der internationale Durchbruch zum Romanschriftsteller gelingen.«Spiegel online

»Kostas Charitos entspricht gar nicht dem Bild, das wir uns gern und ohne schlechtes Gewissen von den Kämpfern für das Gute und Wahre machen: Er ist ein Macho. Wie er mit seiner Frau umgeht, darob verdüstert sich sogar die Sonne über dem Olymp. Wer kann dieses Buch also ruhigen Gewissens lesen? All jene, für die Schwarzweiß zwar in der Fotografie ein interessantes Ausdrucksmittel ist, die sonst jedoch auf Zwischentöne Wert legen, denn zwischen Gut und Böse gibt es so viele Abstufungen, wie es Nuancen von Grau gibt.«Die Furche

»Diesen Roman darf man sich nicht entgehen lassen. Es passiert nicht alle Tage, daß man der Geburt einer so vielversprechenden Figur von der Art eines Maigret beiwohnen kann. Kostas Charitos ist ein Volltreffer, mit seinem trockenen Humor, seinem gewitzten Eigensinn und seiner Menschlichkeit.« Le Figaro Madame

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