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Meir Shalev  |  Judiths Liebe  |  Roman, Taschenbuch, 400 Seiten | € (D) 12.90 / sFr 21.90* / € (A) 13.30

Roman, detebe 23119 Broschur, 400 Seiten
Erschienen in Sept. 1999

ISBN 978-3-257-23119-9
(D) 12.90 / (A) 13.30
sFr 21.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Meir Shalev
Judiths Liebe

Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama

Wer von den drei Männern, die seine Mutter Judith umworben haben, sein Vater ist, weiß der kleine Sejde nicht. Ist es der Bauer Mosche, der Viehhändler Globermann oder der Vogelzüchter Scheinfeld? Jeder der drei Väter kümmert sich anders um den Jungen: Der eine bietet ein Heim, der andere Geld, der dritte lädt zum Festessen ein. Doch alle drei erzählen sie von ihrer großen Liebe zur eigensinnigen Judith.

Mehr zum Inhalt

Manche Kinder haben eine Mutter und keinen Vater. Der zwölfjährige Sejde, der in einem kleinen Dorf in der Jesreel-Ebene lebt, aber hat eine Mutter – und drei Väter. Jeder der Väter, die ihr Leben lang auf verschiedenste Arten um Sejdes eigenwillige Mutter Judith geworben haben, vermittelt dem Kind, was er kann: Mosche Rabinowitz, auf dessen Hof Judith als Haushälterin arbeitet, gibt Sejde ein Zuhause und zwei Halbgeschwister; von Globermann, dem ungehobelten Viehhändler, dem Frauenheld und Zechbruder, bekommt Sejde ab und zu einen Geldschein zugesteckt und jede Menge bodenständiger Lebensweisheiten; Jakob Scheinfeld, der poetische Sonderling, erzählt Sejde alles, was er über Vögel weiß, und lehrt ihn das Kochen. Zu jedem großen Lebensabschnitt in Sejdes Leben bereitet Jakob ein mehrgängiges Menü für Sejde, das er auf feinstem Geschirr serviert, und natürlich gibt es dazu etwas aus dem großen Sack voller Geschichten um Sejdes Mutter, die Jakob angesammelt hat. Geschichten so voller Phantasie und Poesie, wie sie nur Meir Shalev zu erzählen versteht.

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»Meir Shalevs dritter Roman ist wieder ein opulentes Werk, in der die Geschichten Geschichten zu gebären scheinen, ineinanderstecken wie russische Puppen. Das Zentrum, um das sie und all die fabelhaft skurrilen Personen kreisen, ist das Thema Liebe. Sejde, seinen drei Vätern und seiner Mutter auf der Spur, gibt zum Besten, was er von ihnen über die Liebe erfahren hat. Und wie er das tut, ist grandios: Saft- und kraftvoll ist sein Erzählen, schön und traurig, komisch und ernst und von einer Lebensklugheit, die ihresgleichen sucht.«Radio Bremen

»Gewinner gibt es keinen bei diesem merkwürdigen Liebeswettstreit. Jeder – Judith, die große Unabhängige, eingeschlossen – bleibt letztlich allein. Aber, sagt Judith immer wieder achselzuckend, ›a nafka mina‹, was macht das schon. Denn alle Beteiligten an Shalev verschlungener Liebeserklärung an die Liebe werden zwar irgendwie verletzt, alle werden eben auch irgendwie verzaubert.«Die Welt

»Ein Dorf in Israel, ein Mikrokosmos: Was Meir Shalev daraus macht, ist ein Meisterwerk. Lustvoll wirft der Fabulierer aus Israel mit Ideen um sich, die so poetisch und kraftvoll sind wie die Geschichten aus der Bibel.«Brigitte

»Ein Meisterwerk. Mit traumwandlerischer Sicherheit gestaltet Meir Shalev die kauzigen Charaktere seiner liebesbedürftigen Helden, in deren Lebensmittelpunkt jahrzehntelang Judith steht. Zum munteren Reigen spielt der Autor auf, verflicht komödiantische Elemente mit den unvermittelt hereinbrechenden Katastrophen, rührt zu Tränen, um sogleich wieder ein Lied an die Freude zu fiedeln. Wie ein Marc Chagall der Worte entzieht er seinen Liebespaaren den Boden unter den Füßen, läßt sie mit Vögeln und Kälbern in bunte Himmel entschweben, aber auch unsanft auf dem Boden der Tatsachen landen.«Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt

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