oder Der Glaube an das Walten des Schicksals
Denis Diderot
Erzählungen aus ›Dubliner‹ und Erzählstücke aus den Romanen
James Joyce
Eine Autobiographie
Charlotte Brontë
Guarnaccias dreizehnter Fall
Magdalen Nabb
Amélie Nothomb
Jörg Fauser
Jiddisch – Deutsch
Zvi Kolitz, Paul Badde (Hg.), Tomi Ungerer (Ill.)
Meir Shalev
Ödön von Horvath
William Shakespeare
Meir Shalev
Patricia Highsmith, Paul Ingendaay (Hg.)
Mit einem Vorwort von John Updike
F. Scott Fitzgerald
Muriel Spark
Friedrich Dürrenmatt
Sie kam und blieb – um ein Stück florentinisches Handwerk zu erlernen. Die junge Japanerin Akiko war so stolz auf ihr erstes Paar selbstgefertigter Schuhe, daß sie es immerzu trug, auch am Tag ihres Todes. Guarnaccia, der in Florenz stationierte Sizilianer, verfolgt den Fall in einer Stadt, die er kennt wie seine Hosentasche, und befragt ihre Bewohner, deren Charaktere und Intrigen er noch weit besser kennt.
Ein Maimorgen in Florenz, so kühl und frisch wie aus dem Bilderbuch. Morgens um sieben ist Guarnaccias Welt noch in Ordnung – doch schon um elf wird er in die Boboli-Gärten gerufen, wo in einem kleinen Teich die Leiche einer jungen Frau gefunden wurde. Zunächst ist die Leiche nicht zu identifizieren, denn die Fische haben vom Gesicht nicht viel übriggelassen. Aber Guarnaccias Hartnäckigkeit wird belohnt: Es stellt sich schließlich heraus, dass es sich um eine Japanerin handelt. Doch Akiko, die junge Japanerin, war nicht etwa eine Touristin, sondern eine unkonventionelle junge Frau, die ihre Heimat verlassen hatte, um ein florentinisches Kunsthandwerk zu erlernen: Sie war der begabteste Lehrling, den der bärbeißige Peruzzi jemals in seiner Schuhwerkstatt hatte, und der Witwer hatte große Pläne mit ihr. Sie, die in einem Jahr all das lernte, wozu er seinerzeit fünf Jahre gebraucht hatte, wäre würdig gewesen, sein Geschäft mit den berühmten handgenähten Florentiner Schuhen weiterzuführen. Doch dann, von einem Tag auf den anderen, war sie verschwunden ...
»In der Hauptsache geht es beim Kriminalroman um die Rückverwandlung von stummem Entsetzen in die Sprache des Verstehens. Deshalb sind Kriminalromane selten, die das Verstummen angesichts des Todes selbst zum Gegenstand haben. Einer davon ist die ›Japanerin in Florenz‹. Magdalen Nabb gelingt es leise und bravourös, das Schweigen zum Sprechen zu bringen.«Die Zeit
»Magdalen Nabb fasziniert durch ihren Blick für das Alltägliche, erzählt literarisch anspruchsvoll, lebensklug und spannend. Vor allem aber beeindruckt ihre Figur, der zutiefst menschliche Guarnaccia, der über das Leben nachsinnt und manchmal von Selbstzweifeln gequält wird. Wer wunderbare Krimis lesen will, sollte Nabbs Romane entdecken, wer das moderne Italien begreifen will, muß sie lesen: Niemand zeigt die Unterschiede zwischen alter und junger Generation und was daraus folgt anschaulicher als diese Autorin, niemand beschwört die Atmosphäre der Stadt eindrucksvoller.«Der Spiegel
»Maresciallo Guarnaccia, der randphlegmatische Übergewichtsbekämpfer mit dem großen Herzen und dem nur scheinbar geringen Verstand ist das beste, was kriminalliterarisch Italien geschehen konnte. Magdalen Nabb beherrscht die Kunst, perfekt ausgepichte Plots zu entwickeln, ihnen psychologische Tiefe zu geben und die Geschichten auf einem Grundton von Melancholie und Humor auszubreiten. Und immer besser wird sie auch.«Die Welt