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Hartmut Lange  |  Das Konzert  |  Novelle, Taschenbuch, 144 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 13.90* / € (A) 9.20

Novelle, detebe 21645 Broschur, 144 Seiten
Erschienen in Nov. 2000

ISBN 978-3-257-21645-5
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 13.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Hartmut Lange
Das Konzert

Im Salon der Frau Altenschul trifft sich die jüdische Creme Berlins – ausnahmslos von den Nazis umgebrachte Tote, deren postume Zusammenkünfte dazu dienen, inmitten schöner Dinge den gewaltsamen Tod im Massengrab zu vergessen. Auch die Mörder zieht es an denselben Ort; draußen vor der Tür warten sie auf Sühne. Erlösung soll von der Musik des jungen Pianisten Lewanski kommen.

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»Wer unter den Toten Berlins Rang und Namen hatte, wer es überdrüssig war, sich unter die Lebenden zu mischen, wer die Erinnerung an jene Jahre, in denen er sich in der Zeit befand, besonders hochhielt, der bemühte sich früher oder später darum, in den Salon der Frau Altenschul geladen zu werden, und da man wusste, wie sehr die elegante, zierliche, den Dingen des schönen Scheins zugetane Jüdin dem berühmten Max Liebermann verbunden war, schrieb man an die Adresse jener Villa am Wannsee, in der man die Anwesenheit des Malers vermutete.« So beginnt Hartmut Langes Novelle ›Das Konzert‹. Die Grenze zwischen der Welt der Toten und der Lebenden verschwindet, und obwohl die Toten sich außerhalb der Zeit befinden und für sie alles in dem Zustand ist, den sie vor Augen hatten, bevor sie starben, haben sie doch einen Blick für das Gegenwärtige.

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»›Das Konzert‹ ist eine unglaubliche Geschichte, nicht weil sie im Phantastischen angesiedelt, sondern weil sie überhaupt gelungen ist. Hartmut Langes hohe Sprachkunst, sein philosophischer Geist und seine soziale Phantasie allein erklären das nicht. Es bedurfte auch Langes beharrlicher, und zwar rationaler Versuche, eine Brücke zu schlagen vom Rationalen zum Transzendenten. Der Blick auf das Leben aus der Gleichgültigkeit des Todes gibt dem Irrsinn plötzlich klare Konturen. Warum diese Novelle, als sie erschien, wenn schon keine unüberhörbare Bewunderung, nicht einmal Empörung ausgelöst hat, lässt sich schwer verstehen, zumal sie trotz ihrer inhaltlichen und formalen Ungeheuerlichkeit sehr klar, selbstverständlich und schön erzählt ist.«Süddeutsche Zeitung

»Lange erzählt in einer sorgsamen, kostbaren, fast eklektischen Sprache, die den Dingen nie zu nahe kommt. Sie erinnert an schönes, trockenes Herbstlaub und vermittelt eine ebenso trockene Schönheit.«Die Welt

»Der Leser erfährt bereits im ersten Satz des Buches, dass es unter den Toten Berlins spielt. Alle Gäste des Salons Altenschul sind ermordete Juden, denen der Autor für die Dauer seiner Novelle ihre frühere Existenz zurückgegeben hat. Hartmut Lange hat durch seine stilistische Zurückhaltung alle Einwände, dass ein Buch mit einem solchen Thema nur misslingen kann, überzeugend widerlegt.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

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