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Ingrid Noll  |  Kalt ist der Abendhauch  |  Roman, Taschenbuch, 256 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 16.90* / € (A) 11.30

Roman, detebe 23023, 256 Seiten
Erschienen im Mai 1998

ISBN 978-3-257-23023-9
(D) 10.90 / (A) 11.30
sFr 16.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Ingrid Noll
Kalt ist der Abendhauch

Die dreiundachtzigjährige Charlotte erwartet Besuch: Hugo, ihren Schwager, für den sie zeit ihres Lebens eine Schwäche hatte. Sollten sie doch noch einen romantischen Lebensabend miteinander verbringen können? Wird, was lange währt, endlich gut? Ingrid Nolls Heldin erzählt anrührend und tragikomisch zugleich von einer weitverzweigten Familie, die es in sich hat.

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Charlotte, 83 und noch sehr rüstig, stammt aus geordneten Verhältnissen. Deshalb räumt sie auch immer ein wenig auf, wenn Besuch kommt. So mancher hat schon bei ihr übernachtet. Nun hat sich jemand Besonderes angekündigt: Hugo, ihr Schwager, für den sie zeit ihres Lebens eine Schwäche hatte. Sollten sie doch noch einen romantischen Lebensabend miteinander verbringen können? Wird, was lange währt, endlich gut? Mit ängstlicher Sehnsucht schmiedet Charlotte Pläne, doch vor allem steigen Erinnerungen an ihre bewegte Vergangenheit in ihr auf: wie sie sich in den Kriegs- und Nachkriegsjahren als alleinstehende Mutter durchgeschlagen hat, und wie lange es dauerte, bis die Wunden einer verletzten Liebe heilten. – Doch Charlotte ist kein Jammerlappen, sondern eine lebenskluge Frau mit Witz und Charme, die ihr hohes Alter als letzten Trumpf ausspielt ... Von der Onkelehe über die Angst, ein altes Mädchen zu werden, bis hin zu einem Spätheimkehrer, der buchstäblich zu spät heimkehrt: All dies verbindet sich zu einem bunten Sittenbild, bei dem auch Lebenslust und Lebensfreude nicht zu kurz kommen, wenn man es nur mit den ehelich-ehernen Prinzipien nicht gar zu genau nimmt. Ingrid Nolls Heldin erzählt anrührend und tragikomisch zugleich von einer weitverzweigten Familie, die es in sich hat: Nicht zufällig ist Cora, die ihren Liebhaber einst in der Toskana unter den Terrazzofliesen verschwinden ließ, Charlottes Enkelin ...

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»Wie schon in ihren anderen Bestsellern (›Der Hahn ist tot‹, ›Die Apothekerin‹, ›Die Häupter meiner Lieben‹) gräbt die Autorin auch in ihrem neuen Roman ›Kalt ist der Abendhauch‹ wieder mit boshafter Neugier im Schlick des oberflächlich Normalen und macht tödliche Trouvaillen. Wohltemperierte Spannung: Hinter jeder noch so harmlosen, bürgerlichen Fassade brütet das Böse. Mit bewährter, feindosierter Ironie beschreibt Ingrid Noll die Irrungen und Wirrungen ihrer selbstbewußten Heldin.«Der Spiegel

»Eine verrückte, heiter-lustige, traurige Familiengeschichte, eine Geschichte über hohes Alter und seine Plagen und vor allem eine brillant geschriebene Erzählung, die man am liebsten in einem Zug verschlingen möchte.«Die Presse

»Noll ist eine lockere, zugleich abgründige Erzählung gelungen. Sie hat einmal mehr gezeigt, daß sie aus purem Vergnügen schreibt. ... Das Buch sprüht nur so vor Witz und Charme der Autorin.«Handelsblatt

»Räumt auf mit dem Klischee, daß alte Menschen nur die Rollen: gutmütige, Geschichten erzählende Oma oder verkalkter, problematischer Opa spielen dürfen. Bei Ingrid Noll dürfen die Alten sein, wie sie sind, sowohl, als auch und überraschend anders.«Westdeutscher Rundfunk

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