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Hans Werner Kettenbach  |  Kleinstadtaffäre  |  Roman, Taschenbuch, 512 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 19.90* / € (A) 11.30

Roman, detebe 23464 Broschur, 512 Seiten
Erschienen in Juli 2005
Nicht lieferbar!

ISBN 978-3-257-23464-0

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Hans Werner Kettenbach
Kleinstadtaffäre

Einmischen unerwünscht! – signalisieren die Merzthaler ihrem Gast, dem Schriftsteller Carl Wallot, als er, statt wieder abzureisen, sich zu sehr für die Belange ihres Provinzstädtchens zu interessieren beginnt. Der Literaturstar meint die Signale ignorieren zu können – bis ihn seine Schnüffelei in Teufels Küche bringt.

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Als der namhafte Schriftsteller Carl Wallot zu einer Lesung nach Merzthal reist, empfängt man ihn nicht gerade gastfreundlich. Doch gibt es da auch die attraktive Susanne, die ihn umwirbt – Wallot bleibt länger, als er es geplant hatte. Und mehr und mehr von dem, was er in dem kleinen Provinzstädtchen beobachtet, erscheint ihm merkwürdig. Etwa die Ehe Susannes mit dem wesentlich älteren Keppler, Großfabrikant und Mäzen von Merzthal, Wohltäter mit nicht ganz weißer Weste. Der weltläufige Wallot, der den Lokalpatriotismus, den Stolz der Merzthaler auf ihre Heimatstadt belächelt und sich ihnen hoch überlegen fühlt, beginnt zu schnüffeln und wittert bald Stoff für einen pikanten Provinz- und Schlüsselroman. So vermutet es wenigstens der Ich-Erzähler Jörg Froberger, ein junger talentierter Lokalredakteur, der sich in Merzthal auskennt und zudem jedes Geschehen um Susanne mit liebevoll-eifersüchtigem Blick verfolgt. Doch der Schriftsteller hat die Rechnung ohne die Merzthaler gemacht. Ein psychologisch dichter Roman über die unheilvolle Verstrickung von Geld, Macht und Gefühl.

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»Kettenbach taucht tief ein ins Provinzmilieu, er geht in die fremdenfeindliche Kneipe, er läßt Honorationen und Originale auftreten, er fühlt den Puls ihrer Sprache, durchleuchtet das Netz der Beziehungen und Loyalitäten, das die Menschen trägt und schützt, aber auch einengt, bedrückt und fesselt. Vom Furor literarischer Provinzkritik, die allenthalben den braunen Ungeist durch die Idylle wabern sieht, ist bei ihm freilich nichts zu spüren. Der Zugang ist erfrischend und ideologiefrei. Aber in den Nischen des Allzumenschlichen entdeckt der Autor überall mobilisierungsfähige Sympathiepotentiale. Wer den Dingen und Gestalten so auf den Leib rückt wie Kettenbach, der verstellt sich selbst die Möglichkeit, die Welt in Gut und Böse einzuteilen. Und immer wieder versteht es Kettenbach, seinem gut rhythmisierten Erzählen Glanzlichter eines verhaltenen Humors aufzusetzen.«Kölner Stadtanzeiger

»Ein Mord ist geschehen, oder ist es ein Selbstmord? Die Kriminalpolizei ermittelt. Wallot ist einer der Verdächtigen und macht dabei Erfahrungen mit sich selbst, auf die er bei der Recherche gerne hätte verzichten mögen. Hans-Werner Kettenbach hat mit ›Kleinstadtaffäre‹ ein faszinierendes Buch geschrieben. Es geschieht auf den ersten Blick nicht viel, die Dinge entwickeln sich langsam, der Mord ist mehr Katalysator als treibendes Element der Geschichte. Aber man will es lesen, immer weiter, ist gefesselt von der gar nicht mehr langweiligen Kleinstadt und ihren Bewohnern. Eher kein Krimi, aber Spannungsliteratur, sehr fein.«Der Tagesspiegel

»Die Klischees führen in die Irre, der ganze Roman ist ein wunderbarer Bluff, mit dem Kettenbach den Leser verwirrt. Denn nichts ist, wie es scheint, jeder Verdacht erweist sich als falsch. Ein Schriftsteller wird demaskiert, ein kleiner Journalist lebt seinen Traum vom großen Scoop - und am Ende ist rein nichts gewesen. Nur ein Kuß wird getauscht wie zwischen Bruder und Schwester. Sehr fein, sehr irritierend.«Bücher

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