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Friedrich Dürrenmatt  |  Labyrinth  |  Hardcover Leinen, 344 Seiten | € (D) 17.90 / sFr 31.90* / € (A) 18.40

Hardcover Leinen, 344 Seiten
Erschienen in 1990

ISBN 978-3-257-01851-6
(D) 17.90 / (A) 18.40
sFr 31.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Friedrich Dürrenmatt
Labyrinth

Stoffe I–III: Der Winterkrieg in Tibet / Mondfinsternis / Der Rebell

»Ursprünglich von Friedrich Dürrenmatt als eine Art literarisches Testament konzipiert, schreibt der Autor seit den siebziger Jahren an dieser ›Dramaturgie der Phantasie‹, die letztlich keinem literarischen Genre zuzuordnen ist: Anstelle einer konventionellen Autobiographie verfolgt Dürrenmatt die Geschichte jener Stoffe, mit deren Bewältigung und Bearbeitung er sich sein Leben lang beschäftigte.«

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»Keiner hat die hirnrissige Strategie, das Militär und die Regierung zu retten und die Zivilbevölkerung dem Feind und ihrem Schicksal zu überlassen, zeitlebens so bissig kritisiert wie der Dramatiker Friedrich Dürrenmatt. (...) Die Träume einer ›Regierung ohne Volk‹ sind der Stoff, von dem sein ›Winterkrieg in Tibet‹ handelt – eine der schonungslosesten Abrechnungen mit dem ganz normalen militärischen Wahnsinn in der deutschen Literatur. (...) Das läßt den toten Dichter abermals triumphieren und laut lachen über seine Landsleute aus dem ›Réduit‹ unter der Blümlisalp.«Süddeutsche Zeitung

»Die ›Stoffe‹ überragen als Gebirgsmassiv die Schweizer Gegenwartsliteratur nach dem Zweiten Weltkrieg. Dürrenmatt entläßt seine Leser ohne Gefühl der Evidenz. Doch gerade darin zeugt er von der Qualität der ›Stoffe‹: Sie sind aus Dürrenmatts Ringen mit der Welt hervorgegangen.«Basler Zeitung

»Ein Gebirge von einem Buch. Oder, wenn man näher hinschaut, die zerfurchte Landschaft eines Gehirns. Was Friedrich Dürrenmatt in zwei Schüben, 1981, also zu seinem 60. Geburtstag, und 1990, ein Jahr vor seinem Tod, hervorgestoßen hat, Eruption auf der Basis eines viel größeren Vorrats, ist ein zerklüftetes, schrundiges, mit Gipfeln und Abgründen sich entwickelndes, morphologisch uneinheitliches Prosa-Massiv. Erzählende Prosa, Erinnerung, seine Art von Philosophie; Politik und Physik; Bekenntnis und Entwurf. Es ist die Summe des Privatnachdenkers Dürrenmatt und eine Gipfellandschaft; die ›Stoffe‹ sind der Ansatz einer verweigerten Autobiographie und zugleich eine Art Poetik in zwei Bänden: als ›Labyrinth‹ und ›Turmbau‹. Dürrenmatts Vermächtnis. Kühn im Überschreiten der Gattungsgrenzen, ein eigenwillig-eigenständiges Konvolut von seltener formaler Radikalität; über sich hinausweisend in seiner Erzählform, jenseits des unfruchtbaren Entweder-Oder zwischen literarischem und abhandelndem Schreiben. Eines der letzten großen (deutschen) Werke des 20. Jahrhunderts.«Die Zeit

»In ›Stoffe I–III‹ und deren Fortsetzung ›Turmbau, Stoffe IV–IX‹ hat Dürrenmatt Autobiographie, Philosophie und Reflexion über nichtausgeführte Projekte zu einer stilistisch über weite Strecken glänzenden Prosa verdichtet, deren Einzigartigkeit von der Kritik trotz einiger weniger gelungener, manchmal sogar ermüdender Seiten denn auch anerkannt wurde. Essays, die zum Besten gehören, was Dürrenmatt je geschrieben hat.«Stuttgarter Zeitung

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