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Urs Widmer  |  Ein Leben als Zwerg  |  Taschenbuch, 192 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

detebe 23654 Broschur, 192 Seiten
Erschienen in Jan. 2008

ISBN 978-3-257-23654-5
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Urs Widmer
Ein Leben als Zwerg

Ein Zwerg aus Gummi ist der Held – ja sogar der Autor – dieses Buches. Sein Geheimnis ist, daß er, wenn kein Mensch ihn anschaut, lebt. Sich bewegen kann, denken, fühlen. Er begleitet Uti – jenen Jungen, der ihn mit seinem liebenden Blick erst lebendig gemacht hat – durchs Leben (Utis Leben), lebt sein Zwergenleben, während der Junge erwachsen wird und ein Mann, ein fast schon alter Mann.

Mehr zum Inhalt

Ein Zwerg ist der Held – ja sogar der Autor – dieses Buches. Ein kleiner Zwerg aus Gummi, wie man ihn in einem Spielwarenladen kaufen kann. Sein Geheimnis ist, dass er, wenn kein Mensch ihn anschaut, lebt. Sich bewegen kann, denken, fühlen. Er begleitet Uti – jenen Jungen, der ihn mit seinem liebenden Blick erst lebendig gemacht hat – durchs Leben (Utis Leben), lebt sein Zwergenleben, während der Junge erwachsen wird und ein Mann, ein fast schon alter Mann. Vielleicht erkennen manche Leser das Haus aus dem ›Blauen Siphon‹, dem ›Geliebten der Mutter‹ und dem ›Buch des Vaters‹ wieder. Auch diesen Vater, die Mutter. Aus der Zwergenperspektive gesehen nun eben. Es ist ein Fehler (auch der große Uti begeht ihn), einem Zwerg keine großen Empfindungen und Gedanken zuzutrauen. Und kein Schicksal: Alle Zwerge dieses Buches, mögen sie noch so sehr wie von Walt Disney erfunden aussehen, haben eines.

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»Es ist das Buch des Sohnes, das er hier erzählt, und wenn er es seinem Spielzeugzwerg in den Mund legt, rettet er sich aus dem Schweigen. Denn von seinem verlorenen Paradies zu erzählen ist kein geringer Schmerz, und in der skurrilen und verqueren Geschichte sind es die dunklen Stellen, die die Heiterkeit erst tragfähig machen.«Neue Luzerner Zeitung

»Mit einem Capriccio beendet Urs Widmer seine biographischen Expeditionen, die er mit dem ›Geliebten der Mutter‹ eingeleitet und mit dem ›Buch des Vaters‹ fortgesetzt hatte. Die Erinnerungsreise durch das rasend schnell vergehende Leben der Eltern streift jetzt das rasend schnell vergehende Leben der Kinder. Urs Widmers skurriler kleiner Traktat über Schein und Schnelligkeit des Lebens, über Liebe, Untreue, Abenteuer, Phantasie, über die Lüge und das Altwerden, das Zerbröseln, spielt mit existentiellen Fragen. Der Autor hat den Mut, aus Zwergenhöhe den Menschen dabei zuzusehen, wie aus Kindern alte Menschen werden. In der vergnüglichen Form des ›Nonsens‹ ist das Schwere ganz leicht, und die Wahrheit versteckt sich nicht nur unter der Zipfelmütze.«Literaturen

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