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Hugo Loetscher  |  Der predigende Hahn  |  Taschenbuch, 376 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

detebe 22673 Broschur, 376 Seiten
Erschienen in Mai 1994

ISBN 978-3-257-22673-7
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Hugo Loetscher
Der predigende Hahn

Das literarisch-moralische Nutztier

Nicht nur für seine körperlichen Bedürfnisse nutzt der Mensch die Tiere: ohne die Tiere gäbe es Literatur und Malerei so, wie wir sie kennen, nicht. Man denke nur an Kafka und den Käfer... Mit bewundernswerter Leichtigkeit erzählt Hugo Loetscher aus der wundersamen Welt der vermenschlichten Tiere und ihrer vertierten Schöpfer. Illustriert mit berühmten Tierdarstellungen aus der Kunstgeschichte.

Mehr zum Inhalt

Ein gelehrter Spaziergang. Ungefragt verwendet der Mensch verschiedenste Tiere, um menschliche Eigenschaften und Verhaltensweisen zu veranschaulichen (dummer Esel, schlauer Fuchs, der Elefant im Porzellanladen und so weiter). ›Es mag die Tiere trotz allem mit Stolz erfüllen, dass der Mensch sie braucht, wenn er über sich was aussagt‹, meint Loetscher dazu. Die umfangreiche Palette von angesprochenen Fabeln, Bestiarien und Gedichten sowie der Buchumfang von weit über 300 Seiten zeigen eindrücklich, welch großes Bedürfnis es in vielen Zeiten und Kulturen war, die Tiere zu vermenschlichen. Der Autor spaziert assoziativ und locker durch europäische, altamerikanische, afrikanische und asiatische Mythologien und die neuere Literatur der verschiedenen Erdteile. Dabei behandelt er die Tiere nicht als Objekte, sondern als handelnde Subjekte: ›Dank der Vermenschlichung benahmen sich die Tiere wie vernunftbegabte Wesen, und sei es nur, dass sie zu lügen begannen.‹ Über lange Strecken fasst Hugo Loetscher viele Geschichten zusammen, zitiert ausführlich, tippt dieses oder jenes Thema an und verbindet Stationen und Assoziationen sprachlich glatt und raffiniert.

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»Hier, scheint es, hat sich Hugo Loetscher selbst überrundet. Diese Arche Noah treibt auf allen Wassern der Belesenheit dahin.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Loetscher hat mit Lust und Genuß ganze Stapel von Fabel-, Märchen-, Mythen- und Geschichtenbüchern aus aller Welt zusammengetragen und gelesen. Nebst bekannten Mären finden sich darunter zahlreiche fabulöse Geschichten, die wir hier erstmals auf deutsch vorliegen haben. Darin liegt das schönste Verdienst Loetschers, nämlich daß er uns ein bisher nicht mögliches Lektüreabenteuer beschert. Ein illustriertes und verdankenswerterweise mit Bibliographie und Registern bestens ausgestattetes Buch.«Luzerner Zeitung

»Offenkundig ist Hugo Loetscher in die Fabulierschule lateinamerikanischer Erzählkunst gegangen. Dies zeigt sich nicht nur an seiner Vermischungslust, an der Verwirrfreude, aus den letzten Dunkelheiten antiker Tiermythen, moderner, entlegenster Schriften, aus obskuren und hellen Quellen schöpft er virtuos und zum anhaltenden Lesevergnügen des staunenden Publikums.«Radio Bremen

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