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Meir Shalev  |  Ein Russischer Roman  |  Roman, Taschenbuch, 512 Seiten | € (D) 13.90 / sFr 22.90* / € (A) 14.30

Roman, detebe 22586 Broschur, 512 Seiten
Erschienen in Mai 1993

ISBN 978-3-257-22586-0
(D) 13.90 / (A) 14.30
sFr 22.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Meir Shalev
Ein Russischer Roman

Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama

Baruch blickt zurück auf seine Kindheit in einer kleinen Siedlung in der Jesreel-Ebene, im heutigen Israel. Humorvoll werden die einzelnen Dorfbewohner charakterisiert: der konspirative Rilow, der am liebsten noch die Geburt seiner Tochter geheimhalten will; Fejge, um die sich die wildesten Gerüchte ranken; Baruch selbst, der Lauscher an der Wand, der von seinem Großvater allein erzogen wird...

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»Meir Shalev hat seinem Land und den ersten Siedlern die allerschönste Liebeserklärung geschrieben. ›Ein Russischer Roman‹ – das farbenprächtige Epos über die Pioniere der zweiten Alija, die Einwanderer aus Russland und der Ukraine zu Anfang des Jahrhunderts, die vom Sozialismus träumten und die Sümpfe der Jesreel-Ebene trocken legten. Es sind diese dramaturgische Intelligenz, diese stets wache Ironie, die aus Shalevs Roman ein Meisterwerk machen, einen farbigen Chagall’schen Bilderbogen, der von einem klaren Kopf geträumt wird. Respekt ja, Liebe ja, aber keine Sentimentalität, sondern aller kluger Spott der Welt. Dass der ›Russische Roman‹ in Deutschland bisher kein Bestseller wurde, mag daran liegen, dass er jedes Klischee unterläuft. Ein Buch, in dem man leben möchte, weil es von Menschen bewohnt ist, die gleichzeitig heldenhaft sind und lächerlich und nahe wie enge Verwandte.«Der Spiegel

»Meir Shalev hat mit dem ›Russischen Roman‹ eine wunderbare, witzige und sehnsüchtige Commedia dell’arte der Gründerjahre von Erez Israel geschrieben.«Die Zeit

»Seinen witzigen und traurigen, lächerlichen und anrührenden, gerade noch vorstellbaren und vollends absurden Episoden verdankt das Buch seinen Zauber. Der Leser tritt in eine Wunderwelt, in der Maultiere sich aus Kummer das Leben nehmen und Pelikane Post aus Rußland einfliegen, in der man Hyänen mit bloßen Händen erwürgt und auf einem Baum zugleich Äpfel und Orangen züchtet; eine Welt voll großer erfüllter und großer unerfüllter Liebe, voll Schönheit und Häßlichkeit. Man läßt sich von Meir Shalev mit demselben Staunen durch den Moschaw führen wie von Isaac B. Singer durchs osteuropäische Schtetl oder durch die Lower East Side in New York. Es sind zumal Shalevs Lakonie und seine alles durchdringende Ironie, die den ›Russischen Roman‹ zum Gründungsmythos untauglich machen. Meir Shalevs ›Russischer Roman‹ erzählt nicht die eine, die mythische Geschichte vom Ursprung des Staates Israel, als gäbe es keine andere. Mythen kennen keine Ironie. Meir Shalev erzählt seine Geschichten, wohl wissend, daß andere – die Palästinenser, die Araber – mit gleichem Recht die ihren erzählen können. Ein großes Lesevergnügen, das durch die vorzügliche Übersetzung von Ruth Achlama noch gesteigert wird.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»›Ein Russischer Roman‹ liest sich wie ein Stück märchenhafter Poesie, als ein fiktives Dokument verlorener Unschuld und gestorbener Träume. Meir Shalev schaut trauernd und sehnsuchtsvoll zurück. Und er gönnt sich dabei einen Anachronismus in rasenden Zeiten – den langen Atem, Geschichten zu spinnen.«Süddeutsche Zeitung

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