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Amélie Nothomb  |  Reality-Show  |  Roman, Taschenbuch, 176 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

Roman, detebe 23943 Broschur, 176 Seiten
Erschienen in Aug. 2009

ISBN 978-3-257-23943-0
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Amélie Nothomb
Reality-Show

Aus dem Französischen von Brigitte Große

Ein Sender inszeniert ein Konzentrationslager. Das Publikum darf mitspielen und jeden Tag zwei Gefangene per Fernbedienung zum Tod verurteilen. – Eine tollkühne Satire über die grausame Lust am Spektakel, über Exhibitionismus und Voyeurismus bei Publikum und Medien.

Mehr zum Inhalt

Eine neue Reality-Show ist angesagt: ›Konzentration‹ – die quotenträchtigste Sendung, seit es Fernsehen gibt. Inszeniert wird ein Konzentrationslager. Wer als Kapo mitmachen will, darf sich bei einem Casting bewerben. Die Gefangenen holt sich der Sender willkürlich von der Straße. Das Publikum zu Hause darf mitspielen: Jeden Tag sollen zwei Häftlinge via Fernbedienung oder Telefon zum Tod verurteilt werden. Unter den Gefangenen ist CKZ 114, eine junge, hübsche Frau. Im Leben davor hieß sie Pannonica und war Paläontologin. Sie ist die Heldin dieses Romans, eine Heldin im wahrsten Sinn: Denn sie versucht herauszufinden, wie man die eigene Würde bewahren kann, sogar unter diesen Umständen. Eines der einfachsten Mittel ist, sich zu siezen. Natürlich reicht das noch nicht aus, um ein Lager geistig und körperlich unbeschadet zu überstehen – aber es hilft. Andere Überlebensstrategien sind häretischer Art. Gottes leer gewordene Stelle muss ausgefüllt werden. Was läge näher, als selbst einzuspringen? Doch Pannonica übertreibt und bringt sich und auch alle anderen Gefangenen in Gefahr. Draußen schlägt die Sendung hohe Wellen. Die Presse verurteilt die Amoralität der Show in den scheinheiligsten Tönen, was die Zuschauerquoten umso mehr in die Höhe treibt.

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»›Reality-Show‹ ist ein mitreißender Roman. Packend, schockierend, und wenn wir die voranschreitende Veränderung im Fernsehprogramm, die wachsende Lust am Voyeurismus des Publikums und der Medien bedenken, vielleicht gar nicht so abwegig.«Preußische Allgemeine Zeitung

»›Reality-Show‹ ist ein Aufschrei gegen die Entwürdigung des Menschen im Fernsehen – unter tatkräftiger Mithilfe des Menschen selbst in seiner Eigenschaft als Zuschauer. Das Buch ist kein realistisches Stück Medienkritik, sondern, fast in Dürrenmattschem Sinne, der Versuch, das schlimmstmögliche Ende einer Geschichte zu finden.«Die Welt

»Die französische Schriftstellerin Amélie Nothomb treibt das Muster der Casting-Shows in ihrem perfiden wie grandiosen Roman ›Reality-Show‹ auf die Spitze.«Die Welt

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