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Bernhard Schlink  |  Selbs Mord  |  Roman, Hardcover Leinen, 272 Seiten | € (D) 19.90 / sFr 35.90* / € (A) 20.50

Roman, Hardcover Leinen, 272 Seiten
Erschienen im Sept. 2001

ISBN 978-3-257-06280-9
(D) 19.90 / (A) 20.50
sFr 35.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Bernhard Schlink
Selbs Mord

Ein Auftrag, der den Auftraggeber eigentlich nicht interessieren kann. Der auch Selb im Grunde nicht interessiert und in den er sich doch immer tiefer verstrickt. Merkwürdige Dinge ereignen sich in einer alteingesessenen Schwetzinger Privatbank. Die Spur des Geldes führt Selb in den Osten, nach Cottbus, in die Niederlagen der Nachwendezeit. Ein Kriminalroman über ein Kapitel aus der jüngsten deutsch-deutschen Vergangenheit.

Mehr zum Inhalt

Selb könnte sich allmählich auf den Lebensabend einstellen, findet seine Freundin Brigitte. Ihr ist der eigenbrötlerische Siebziger immer noch zu unruhig und unabhängig. Die Freunde gehen in Pension. Die wenigen Aufträge lohnen das Büro kaum noch – er sieht es selbst. Doch dann hilft er in einer verschneiten Februarnacht einem liegengebliebenen Mercedes aus dem Graben und hat plötzlich einen sonderbaren Auftrag am Hals. Einen Auftrag, der den Auftraggeber, Erbe einer alteingesessenen Schwetzinger Privatbank und seit neuem auch Eigentümer einer Bank in Cottbus, eigentlich nicht interessieren kann. Der auch Selb im Grunde nicht interessiert und in den er sich doch immer tiefer verstrickt. Die Spur des Geldes führt ihn von West nach Ost, von einer Nachwendeniederlage zur anderen und am Ende zur Frage, ob er sich auf seine alten Tage nicht übernommen hat. Ein aufregender Kriminalroman aus der jüngsten deutsch-deutschen Vergangenheit. Und ein nachdenklich stimmender Roman über das Altern.

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»›Selbs Mord‹ ist eine rasante Geschichte. Die nach drei Romanen und einem Erzählungsband schon notorisch - und nur prima facie - schlichten Sätze des Juristen Schlink sind fast ebenso notorisch mit seinem Hauptberuf erklärt worden. Aber schreibt man da so? Ist da nicht mehr Handwerk, hier aber eher Kunst? Und wo dort ganz überwiegend und aus gutem Grund meist nur Legalität diskutiert wird, hat Privatdetektiv Selb mit sich die oft fatalen Verschlingungen von Opportunität, Legitimität und Legalität zu verhandeln. Er macht das so, daß einen seine Überlegungen auch nach der Offenlegung des kriminalitätsbehafteten Geschehens lange weiter beschäftigen, weil sie in unaufdringlicher wie gültiger Weise von der Conditio humana handeln. So etwas macht ein Buch groß.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es ist Selbs letzter Fall. Bernhard Schlink beschließt damit die Selb-Trilogie. Das ist schade. Schlink-Fans werden den zerknautschten Alten vermissen, der nicht nur ein Detektiv ist, sondern ein melancholischer Chronist deutscher Befindlichkeiten.«Stern

»Das wirklich Meisterhafte an Schlinks Prosa ist ihre Intelligenz. Es ist, ganz im Sinne seiner amerikanischen Vorbilder, eine Intelligenz des ›common sense‹. Sie liegt im Vermögen, Fragestellungen und Problemzusammenhänge anschaulich werden zu lassen. Verschmelzung von Erzählmustern der deutschen Novellistik des 19. Jahrhunderts und zeitdiagnostischem Realismus, wie er in Amerika Tradition hat: diese Doppelbegabung hebt Schlink weit hinaus über das, was heute üblicherweise in deutscher Prosa geboten wird.«Die Welt

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