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Andrzej Szczypiorski  |  Die schöne Frau Seidenman  |  Roman, Taschenbuch, 288 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 14.90* / € (A) 10.20

Roman, detebe 21945, 288 Seiten
Erschienen im 1991

ISBN 978-3-257-21945-6
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 14.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Andrzej Szczypiorski
Die schöne Frau Seidenman

Aus dem Polnischen von Klaus Staemmler

Dieser Roman handelt von der Rettung der Irma Seidenman, einer blauäugigen, schlanken und schönen Polin, und einer Vielfalt von Gestalten und Geschichten, die der Autor in einer großartigen Komposition um sie herum gruppiert. Ein Roman wie ein unvergleichliches Gemälde, voller Poesie und leisen Humors, scharf beobachtet und unsentimental.

Mehr zum Inhalt

1988 war ein Autor in aller Munde, dessen Namen niemand aussprechen konnte: Andrzej Szczypiorski. Obwohl er in seinem Heimatland Polen bereits eine Reihe erfolgreicher Bücher veröffentlicht hatte, brachte ihm jenseits der Grenze kaum jemand Interesse entgegen. Sein Roman ›Die schöne Frau Seidenman‹ sollte das ändern – ein Erfolg nicht ohne Hindernisse: In Polen verboten, entdeckte der Übersetzer Klaus Staemmler das Buch in einem polnischen Exilverlag in Paris, doch alle Versuche bei deutschen Verlagen scheiterten – das Thema sei unverkäuflich. Der so poetische wie unsentimentale Roman spielt 1942, im Warschauer Ghetto. Kunstvoll verknüpft Szczypiorski die Schicksale von Tätern und Opfern, eine Vielzahl von Gestalten und Geschichten miteinander, in deren Mittelpunkt die schöne Polin Irma Seidenman steht. Als der Roman 1988 im Diogenes Verlag erscheint, veranlasst Marcel Reich-Ranicki einen Vorabdruck in der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹ – der Beginn einer sensationellen Erfolgsgeschichte: Inzwischen sind fast 500 000 Exemplare, die Übersetzungsrechte in elf Sprachen und die Filmrechte verkauft.

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»Gelassen, aller pessimistischen Geschichtsbetrachtung zum Trotz, blickt Andrzej Szczypiorski über die Jahrzehnte zurück auf die finsteren Zeiten, die er selbst einst durchlebt hat, in den Flammen des Warschauer Aufstands und danach im KZ Sachsenhausen. Mit herber Ironie erzählt er von Gerechten wie Schurken, von Patrioten und Henkersknechten, Todgeweihten und noch einmal Davongekommenen, deren Geschicke sich verknüpfen zu dramatisch gerafftem Romangeschehen.«Der Spiegel

»Dieses Buch ist ein großes Panorama, es ist voller Details und kleiner Beobachtungen, es weiß eine Geschichte zu erzählen, so gut und so lebendig, daß der Leser dabeigewesen zu sein glaubt. Und doch ist es eine Parabel.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Szczypiorski gelingt der meisterliche Wurf, das unentwirrbare Knäuel osteuropäischer Schicksale und Befindlichkeiten des vergangenen halben Jahrhunderts – losgelöst von jenem Geist der Schwere, der über der europäischen Literatur zu schweben scheint, und so spannend, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann – wenn auch nicht zu entwirren, so doch souverän zu entrollen.«Neue Zürcher Zeitung

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