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Bernhard Schlink  |  Selbs Betrug  |  Roman, Taschenbuch, 352 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 17.90* / € (A) 11.30

Roman, detebe 22706, 352 Seiten
Erschienen im Juli 1994

ISBN 978-3-257-22706-2
(D) 10.90 / (A) 11.30
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Bernhard Schlink
Selbs Betrug

Selb lebt in Mannheim. Er hat eine Vergangenheit als Nazi–Staatsanwalt, eine Gegenwart als Privatdetektiv und weiß nicht, ob er mit fast 70 Jahren noch eine Zukunft hat. Er raucht. Er hat eine Freundin, Brigitte, und einen Kater, Turbo. Er spielt Schach. Aber er löst seine Fälle nicht wie Schachprobleme. Er verstrickt sich in sie, und die Wahrheit, die er herausfindet, ist stets auch eine Wahrheit über ihn selbst.

Mehr zum Inhalt

»Bernhard Schlink hat mit Selb die Figur eines ungewöhnlichen Detektivs von großer Unauffälligkeit geschaffen. Selb, der ständig Sweet Afton raucht, hat seinen Mitspielern die Lebenserfahrung voraus. Viel zu neugierig und engagiert, als dass Resignation aufkäme, beherrscht er die kriminalistischen Winkelzüge und setzt sogar das Bundeskriminalamt matt. Wann immer man ihn festsetzen will, hat er ein lohnendes Tauschgeschäft zu bieten. Das Buch zeigt nicht zuletzt, dass ein Justizapparat, der es sich nicht leisten kann, mit offenen Karten zu spielen, geschickt auszutricksen ist. Der Mann aus Mannheim hält sich über Wasser. Er erweist sich dabei als selbstbewusster Bürger, dessen Alltag die kleinen Freuden des Lebens kennt. Dieser emsige Detektiv weiß ein Bier im Gasthausgarten durchaus zu schätzen, er ist kein Snob, sondern ein zutiefst menschlicher Typ. Das macht ihn angenehm und sympathisch.«

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»Höchstes Lesevergnügen. Die Figur des Gerhard Selb kann gut und gerne in einem Atemzug mit Krimi-Detektiven wie mit Maj Sjöwalls und Per Wahlöös schwedischen Ermittlern um Martin Beck, mit Manuel Vazquez Montalbáns Katalanen Pepe Carvalho und mit Jakob Arjounis Deutsch–Türken Kemal Kayankaya genannt werden. ›Selbs Betrug‹ ist nicht nur als Urlaubslektüre von allererster Güte.«Mannheimer Morgen

»Privatdetektiv Gerhard Selbs Wege durch Mannheim sind so vertrauenerweckend genau beschrieben, daß man meint, sie nachgehen zu können – durch die Innenstadt, um den alten Jugendstil-Wasserturm, über die Einkaufsstraße Planken, in die Cafés und Restaurants, durch den Käfertaler Wald und den Viernheimer Forst, an den Ami-Lagern und Siedlungen, in die kleinen Dörfer zwischen Mannheim und der Bergstraße. Gerade diese Vertrautheit, der Alltag des alten, eigensinnigen Mannes, den jede Veränderung irritiert, steigert die Spannung. Das Leben könnte geruhsam und fast angenehm sein, gäbe es da nicht die verbrecherischen Machenschaften einiger Machtgeier. Es ist beinahe wie im echten Leben.«Norddeutscher Rundfunk

»Detektiv Selb ist einer der originellsten Helden des neuen deutschen Kriminalromans. Den Hauptfiguren läßt Schlink Zeit, sich zu entwickeln, und aus dem Detektiv wird ein ungewöhnlich komplexes menschliches Wesen mit Vorzügen und Macken, zur Liebe und zum Haß fähig – und zur Freundschaft auch. Möge sein Autor Selb ein möglichst langes Leben geben; der deutsche Krimi hat nicht viele Helden von vergleichbarem Format.«Radio Bremen

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