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Leon de Winter  |  SuperTex  |  Roman, Taschenbuch, 272 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 17.90* / € (A) 10.20

Roman, detebe 22872, 272 Seiten
Erschienen im April 1996

ISBN 978-3-257-22872-4
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Leon de Winter
SuperTex

»Was macht ein Jude am Schabbesmorgen in einem Porsche!« – bekommt Max Breslauer zu hören, als er durch die Amsterdamer Innenstadt gerast ist und einen chassidischen Jungen angefahren hat. Eine Frage, die andere Fragen auslöst: »Was bin ich eigentlich? Worum dreht sich mein Leben?« Max, Erbe eines Textilimperiums namens SuperTex, landet auf der Couch einer Analytikerin, der er sein Leben erzählt ...

Mehr zum Inhalt

»Was macht ein Jude am Schabbesmorgen in einem Porsche!« – das bekommt Max Breslauer zu hören, als er mit knapp hundert Sachen durch die Amsterdamer Innenstadt gerast ist und einen chassidischen Jungen auf dem Weg zur Synagoge angefahren hat. Eine Frage, die andere Fragen auslöst: »Was bin ich eigentlich? Ein Jude? Ein Goj? Worum dreht sich mein Leben?« Max, 36 Jahre alt und 90 Kilo schwer, Erbe eines Textilimperiums namens SuperTex, landet auf der Couch einer Analytikerin, der er sein Leben erzählt. Da ist vor allem seine Auseinandersetzung mit dem Vater, der das KZ überlebte, aber in seinem Mercedes ertrank. Simon Breslauer, ein wandelndes Archiv von jiddischen Redensarten, hatte nach dem Krieg die Kette mit Billig-Textilien aufgebaut, die Max nun erbt – ob er will oder nicht. Ein weiteres Trauma des assimilierten Juden aus dem Yuppie-Milieu: Fassungslos muss Max mitansehen, wie er seine große Liebe Esther, eine sephardische Jüdin aus altem Amsterdamer Adel, plötzlich an den orthodoxen Glauben verliert. Schließlich wirft noch sein Bruder Boy, der in Casablanca eigentlich nur einen Vertrag für SuperTex verlängern soll, seine Vergangenheit über Bord und verliebt sich in eine marokkanische Jüdin, deren Familie arm, aber groß und gläubig ist. So scheint Max der Einzige, der nicht in den Schoß der Tradition zurückfindet. ›SuperTex‹ ist die farbige Geschichte eines Generationenkonflikts, ein Feuerwerk des Humors.

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»In direkter Nachbarschaft von Italo Svevos ›Zeno Cosini‹, erzählt mit großem dramaturgischem Geschick, raffiniert eingesetzten Blenden und effektvoll inszenierten Episoden. Das ist europäische Literatur.«Die Zeit

»Wie in vielen jiddischen Liedern liegen bei Leon de Winter nur Millimeter zwischen Lachen und Weinen, Tragödie und Witz; wie in den Sprichwörtern ist sein Sprache ungekünstelt poetisch. Richten Sie sich bei Leon de Winter auf viele Stunden im literarischen Paradies ein.«Freitag

»›SuperTex‹ ist mit Tempo und Intelligenz erzählt, ein Unterhaltungsroman bester Güte, wie man selten einen in die Hand bekommt – von der ersten bis zur letzten Seite mit Spannung und Genuß zu lesen.«Radio Bremen

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