Logo Diogenes Verlag
Leon de Winter  |  Sokolows Universum  |  Roman, Taschenbuch, 448 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 16.90* / € (A) 11.30

Roman, detebe 23288, 448 Seiten
Erschienen im Mai 2001

ISBN 978-3-257-23288-2
(D) 10.90 / (A) 11.30
sFr 16.90*
* unverb. Preisempfehlung

Merken Platzhalter Okay-Icon Drucken

Leon de Winter
Sokolows Universum

Ein Straßenkehrer in Tel Aviv wird Zeuge eines Mordes. Der Mann zweifelt an seinem Verstand, denn er glaubt, in dem Mörder einen alten Freund erkannt zu haben. Und dies würde in der Tat alle Regeln der Wahrscheinlichkeit außer Kraft setzen. Denn Sascha Sokolow ist kein gewöhnlicher Straßenkehrer. Noch vor kurzem war der emigrierte Russe einer der angesehensten Raumfahrtforscher seines Landes.

Mehr zum Inhalt

Ein heißer Septembertag in Tel Aviv: Ein Straßenkehrer wird Zeuge eines Mordes. Der Mann zweifelt eine Sekunde lang an seinem Verstand, denn er glaubt, in dem Mörder einen alten Freund erkannt zu haben. Und dies würde in der Tat alle Regeln der Wahrscheinlichkeit außer Kraft setzen. Denn Sascha Sokolow ist kein gewöhnlicher Straßenkehrer. Noch vor kurzem war der emigrierte Russe einer der angesehensten Raumfahrtforscher seines Landes. Bis zu dem Tag, an dem die von ihm mitentwickelte Rakete beim Start unter ungeklärten Umständen explodierte. Sokolow wurde suspendiert, ebenso sein alter Projektleiter und Freund Lew Lesjawa – und ebender sah dem Mörder in der Rechow Etsel so verblüffend ähnlich. Seit Sokolow in Israel ist, trinkt er, um zu vergessen: die gescheiterte Karriere und Ehe, die bislang vergebliche Suche nach einer jüdischen Identität und nicht zuletzt, welche Rolle Lew damals bei der Raketenexplosion spielte. Überhaupt – der schillernde Charakter seines Freundes, der keine Skrupel zu kennen scheint ... Ein mitreißender Roman über Freundschaft und Verrat, über Identitätssuche und die Errungenschaften der modernen Naturwissenschaften, zugleich ein spannender Thriller über internationale mafiose Machenschaften, vor dem Hintergrund des gerade ausbrechenden Golfkriegs, der Israel zu vernichten droht.

StimmenAlle anzeigen

»Ein unwiderstehlich spannender Roman über die Hilf- und Heimatlosigkeit eines Intellektuellen, der zwei Welten erlebt hat – die kommunistische wie die kapitalistische. Und der weder die Spielregeln der einen noch der anderen verstanden hat. Ein Buch voller deftiger Pointen und Bilanzen, in dem auch ganz unaufdringlich die Sehnsucht nach einem anderen Leben mitschwingt.«Brigitte

»Leon de Winter erzählt eine Geschichte voller Geschichten: Es geht um das sowjetische Raumfahrtprogramm, das Ende der glorreichen Sowjetunion, das schwierige Leben in Israel, organisierte Kriminalität, um die Bemühungen russischer Juden, ›richtige‹ Juden zu werden. Und natürlich um die Liebe, die Wunden heilt und Wunder möglich macht. Er packt viel Stoff zwischen zwei Buchdeckel, weil er aber wunderbar erzählen kann und sein Material klug organisiert ist, kommt die Quantität der Qualität zugute. Leon de Winter hat sich wie immer ein Plot ausgedacht, alles übrige solide recherchiert – ein Handwerker der Literatur. De Winters Art zu schreiben hebt sich wohltuend von den komatöser Zustandsbetrachtungen und Einblicken in das Innere leerer Räume ab, mit denen uns andere Dichter strapazieren. Auch ein langer De Winter ist kurzweilig, sogar nach 400 Seiten möchte man gerne wissen, wie die Geschichte weitergeht, sie ist zwar zu Ende erzählt, aber nicht beendet.«Der Spiegel

»Wie immer bei Leon de Winter ist die Story spannend, stilistisch brillant aufbereitet. Um Gauner, Ganoven, Mafiosi geht es, um eine polizeiliche Untersuchung, die ins Leere läuft, um Verschwörungen, einsame Wölfe, wackere Männerfreundschaften und – natürlich – um die Liebe zu einer schönen Frau. Das Ganze ist drehbuchreif.«Der Tagesspiegel

Lesezeichen / Weitersagenschliessen