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Arnon Grünberg  |  Statisten  |  Roman, Taschenbuch, 464 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 19.90* / € (A) 11.30

Roman, detebe 23578 Broschur, 464 Seiten
Erschienen in Dez. 2006

ISBN 978-3-257-23578-4
(D) 10.90 / (A) 11.30
sFr 19.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Arnon Grünberg
Statisten

Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten

Ewald und Broccoli wollen das Glück nicht wie durch eine Sanduhr hindurchrieseln lassen, sondern hängen einer Reihe großer Träume nach: anders zu sein, Schauspieler zu werden und mit Elvira zu schlafen, die nichts lieber tut als tanzen und schlafen – alleine – und die das Talent hat, alles, was sie tut, so aussehen zu lassen, als sei es die normalste Sache der Welt... Ein sehr gefährliches Talent.

Mehr zum Inhalt

Glück kann man kaufen. Und wenn man etwas kaufen kann, dann bleibt man nicht untätig – man holt es sich: mit dem Geldbeutel, und wenn der leer ist, mit der Kreditkarte. Und wenn man die auch nicht hat, mit der Kreditkarte von jemand anderem. Für die jungen Amsterdamer Helden Ewald, Broccoli und die rassige Schönheit Elvira liegt das Glück in Hollywood. Sie bereiten sich auf eine große Karriere vor und gründen dazu die geheime »Organisation Brando«. »Brando« bedeutet auch die Sehnsucht, ein anderer zu werden, einer, der man nicht ist und vermutlich auch nie werden wird – die Sehnsucht schlechthin. Grünbergs zweiter Roman ist ein Meisterwerk an bitterer Komik und zum Lachen reizender Melancholie, eine Mischung aus Desillusionsroman, modernem ›Candide‹ und Woody-Allen-Humor. Hinter seiner Flapsigkeit und Lakonie, seiner äußerst zurückgenommenen und umso unmittelbareren Poesie und Zartheit liegen die Nerven blank – die der Helden und bald auch die des Lesers.

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»›Statisten‹ beschreibt die Generation der Mittzwanziger, das Ringen um Zuspruch, Zukunft und Zugehörigkeit jener, die wir gern als Feiervolk in Permanenz wahrnehmen. Arnon Grünberg stellt diese Diagnose ohne Hoffnung, ohne Verzweiflung. Wohltuend ist, daß er seine ganz illusionsfreie Prosa mit ironischen Versatzstücken anreichert.«Berliner Morgenpost

»Der Roman, in dem es von traurigen und haltlosen Gestalten nur so wimmelt, lebt von einem befreienden Credo. Verzweiflung, befindet Grünbergs Erzähler Ewald, sei nichts Tragisches, sondern eine ›ausgesprochen trockene und komische‹ Angelegenheit. Grünberg hält genau den richtigen Ton zwischen Lakonik und verletzlicher Selbsterkenntnis. Mit Ewald leiden, lästern und träumen wir.«Die Welt

»Arnon Grünberg zeichnet auch in seinem zweiten Roman das Bild einer Generation, die schon lange keine Antworten auf ihre Fragen mehr erwartet, die auf ihre Art genauso verloren ist, wie einst Hemingway seine Generation in dem Roman ›Fiesta‹ beschrieb.«Westfälischer Anzeiger

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