Logo Diogenes Verlag
1
Magdalen Nabb  |  Tod in Florenz  |  Roman, Taschenbuch, 288 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 17.90* / € (A) 10.20

Roman, detebe 22550 Broschur, 288 Seiten
Erschienen in März 1998

ISBN 978-3-257-22550-1
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

Merken Platzhalter Okay-Icon Drucken

Magdalen Nabb
Tod in Florenz

Guarnaccias fünfter Fall
Aus dem Englischen von Monika Elwenspoek

Sie ist auf dem Revier, um ihre Freundin vermißt zu melden. Beide sind ursprünglich zum Italienischlernen aus der Schweiz nach Florenz gekommen und dann geblieben, um in einer nahen Kleinstadt illegal zu arbeiten. Seit drei Tagen ist die bildhübsche Monika Heer spurlos verschwunden. Als die Leiche des Mädchens unter einem Haufen Tonscherben entdeckt wird, ist auch Maresciallo Guarnaccia ratlos.

Mehr zum Inhalt

Sie ist auf dem Revier, um ihre Freundin vermisst zu melden. Beide sind Lehrerinnen und ursprünglich zum Italienischlernen aus der Schweiz nach Florenz gekommen und dann geblieben, um illegal zu arbeiten – die eine in einem Büro, die andere bei einem Töpfer in einer nahen Kleinstadt. Seit drei Tagen ist die bildhübsche Monika Heer spurlos verschwunden. Maresciallo Guarnaccia setzt sich mit seinem Kollegen in der Provinz, Niccolini, in Verbindung, einem wahrhaft überlebensgroßen, jovialen Römer, der nach einem Jahr im Norden immer noch Mühe hat, die vielfältigen Vernetzungen in seiner kleinen Gemeinde zu durchschauen, in der jeder mit jedem verwandt ist. Als die Leiche des Mädchens unter einem Haufen Tonscherben entdeckt wird, ist Niccolini völlig ratlos.

StimmenAlle anzeigen

»Mit seIner atmosphärischen Dichte, in einfacher und lakonischen Dialogen werden die Charaktere erlebbar. Magdalen Nabb braucht keine Verfolgungsjagden oder Angst-Szenarien, um spannend zu erzählen. Die Zahl der Opfer - eins - bleibt überschaubar, das schlimmste Grauen scheint nach dem Fund der Leiche abgehakt. In dieser gewaltfreien, ja zeitweise heiteren und erfrischend sarkastischen Ermittlungsatmosphäre läßt sich trefflich entspannen - und eine großartige sprachliche Brillanz genießen. Doch welch jäher und brutaler Absturz aus diesem trügerischen Tagtraum, als uns plötzlich historische Realität das Blut in den Adern gefrieren läßt: Sowohl die Schilderung des Kriegsendes in der kleinen Töpferstadt wie auch die Auswirkungen bis auf den heutigen Tag erschüttern zutiefst und sind zugleich ein flammendes Plädoyer gegen den Faschismus. ›Tod in Florenz‹ erschien 1987 und ist Guarnaccias fünfter Fall- von mittlerweile insgesamt 13. Georges Simenon, nicht gerade ein Gefälligkeitsschreiber, lobte 1983 im Vorwort zu ihrem dritten Roman: ›Nirgendwo ein falscher Ton. Sie fangen sogar den Glanz der Luft ein, der für diese Stadt so kennzeichnend ist.‹ Trotz dieser Fürsprache ist Nabb in Deutschland eher ein Geheimtip geblieben – leider.«Süddeutsche Zeitung

»Die gebürtige Engländerin und Wahlflorentinerin Magdalen Nabb beschreibt meisterhaft die bedrückende kleinstädtische Atmosphäre, in der die Menschen wegen ihrer gemeinsamen Vergangenheit zusammenhalten. Der behäbige, auf seine Umgebung eher verschlafen wirkende Kommissar Guarnaccia überzeugt als zurückhaltende, scharf beobachtende Figur.«Lesen & Leute

Lesezeichen / Weitersagenschliessen