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Philippe Djian  |  Verraten und verkauft  |  Roman, Taschenbuch, 432 Seiten | € (D) 11.90 / sFr 19.90* / € (A) 12.30

Roman, detebe 21851 Broschur, 432 Seiten
Erschienen in 1990

ISBN 978-3-257-21851-0
(D) 11.90 / (A) 12.30
sFr 19.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Philippe Djian
Verraten und verkauft

»Eines Abends, ungefähr fünf Jahre nach Bettys Tod, da dachte ich, mein letztes Stündchen habe geschlagen. Ich hing mit Henri in der Küche und schälte seelenruhig ein paar Sachen. Die Überlegenheit der Poesie gegenüber allem anderen, das hatte er mir nun schon mindestens zweihundertmal vorgeführt. Das Schlimmste daran war, er hatte ja recht, aber ich hatte mich stets geweigert, es zuzugeben.«

Mehr zum Inhalt

›Eines Abends, ungefähr fünf Jahre nach Bettys Tod, da dachte ich, mein letztes Stündchen habe geschlagen. Und darauf war ich nun weiß Gott nicht gefasst. Ich hing mit Henri in der Küche und schälte seelenruhig ein paar Sachen, dabei hörte ich ihm mit halbem Ohr zu. Die Überlegenheit der Poesie gegenüber allem anderen, das hatte er mir nun schon mindestens zweihundertmal vorgeführt. Das Schlimmste daran war, er hatte ja recht, aber ich hatte mich stets geweigert, es zuzugeben. Ich konnte Romane schreiben und kistenweise Erzählungen, aber ich war völlig außerstande, auch nur ein einziges halbwegs brauchbares Gedicht hinzukriegen, auf dem Gebiet fühlte ich mich nicht so ganz in meinem Element. Ich war voller Bewunderung für diese Typen, die es verstanden, einen mit wenigen Sätzen alle zu machen und einem den Atem zu verschlagen. Zu dumm, dass die allesamt nicht ganz dicht waren. Ich hab mich neben anderem immer gefragt, macht einen nun die Poesie verrückt, oder tut sich da genau das Gegenteil? Na ja, so weit ich sehen konnte, war ein Prosaschreiber wenigstens noch in der Lage, ein Abendessen zuzubereiten, ein Lyriker hingegen taugte höchstens dazu, die Füße unter dem Tisch auszustrecken.‹ Vieles von dem, was Djian über den Literaturbetrieb in Frankreich schreibt, kommt uns hierzulande (seltsam) vertraut vor ...

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»Ein Roman für alle Menschen, die gerne eine Nacht durchlesen, um dabei vor Lachen zum Bett herauszufallen.«Basler Zeitung

»›Verraten und verkauft‹, dieser dritte Teil einer Trilogie über das Leben, die Liebe und das Schreiben, steht ›Betty Blue‹ und ›Erogener Zone‹ in nichts nach, weder an abenteuerlichem Geschehen noch an unnachahmlich flottem Jargon, handelt vom Alltag seines Autors, der es sich nicht nehmen läßt, Literatur für genauso wesentlich und sinnstiftend zu halten wie Autofahren, Pizzaessen oder den Sonnenuntergang. Ein Roman für alle Menschen, die gerne eine Nacht durchlesen, um dabei vor Lachen zum Bett herauszufallen.«Basler Zeitung

»Bücher von Djian schmecken wie Champagner und Bier zugleich, sind Ausdruck totaler Intensivität, sind Ergüsse von einem Leben wie ein Gebirgsbach. Manchmal herrscht Ruhe, manchmal ist die Hölle los. Ein Djian ist wie ein Hemingway und Miller in einem ›Chili‹-Topf. Solch Feuer ist nicht zu löschen.«Luzerner Tagblatt

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