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Joey Goebel  |  Vincent  |  Roman, Taschenbuch, 448 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 17.90* / € (A) 11.30

Roman, detebe 23647 Broschur, 448 Seiten
Erschienen in April 2007

ISBN 978-3-257-23647-7
(D) 10.90 / (A) 11.30
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Joey Goebel
Vincent

Aus dem Englischen von Hans M. Herzog und Matthias Jendis

Wußten Sie, daß große Popsongs und Filme von einem unglücklichen, aber genialen Künstler stammen? Und damit einem solchen die Ideen nicht ausgehen, sorgen in diesem Roman ›Beschützer‹ dafür, daß ihm ständig neues Leid widerfährt. Denn das ist der Rohstoff, aus dem wahre Kunst entsteht. Bringt das Genie das Kunststück fertig, trotzdem ein glücklicher Künstler zu werden? Vincent – ein Chamäleon von einem Roman, der als Satire beginnt, sich in einen bizarren Alptraum verwandelt und am Ende zu Tränen rührt.

Mehr zum Inhalt

Ein alter, todkranker Mann: Foster Lipowitz hat ein Medienimperium geschaffen, den Markt mit sinnfreien Popsongs, miesen Filmen und zynischen Fernsehserien überschwemmt – und damit ein Vermögen verdient. Er bereut, was er der Kultur angetan hat, und will am Ende seines Lebens der Menschheit etwas Gutes tun. Ein Plan: In den Kornfeldern des Mittleren Westens gründet Lipowitz eine Schule, auf der hochbegabte Kinder zu echten Künstlern erzogen werden sollen. Und da er weiß, dass Kunst von Kummer kommt, sorgt er dafür, dass seine Schüler davon nie zu wenig haben. Ein dunkler Schutzengel: Um die schmutzige Arbeit kümmern sich ›Beschützer‹, die den Schülern zugewiesen werden. Wie etwa Harlan, ein von der Branche enttäuschter Ex-Musiker. Und er nimmt seine Arbeit sehr ernst. Ein Opfer: Vincent Spinetti, der talentierteste Schüler von allen. Dank Harlans unablässigen Bemühungen, Vincents Leben mit Katastrophen anzureichern, erfüllt das Genie alle Erwartungen. Je tiefer Vincent im Kummer versinkt, desto höher seine Kunst. Eine unwahrscheinliche Freundschaft: Kaum zu glauben – im Laufe der Jahre werden Vincent und Harlan Freunde. Aber Vincent weiß nicht, was Harlans Auftrag ist ... Ein Autor mit einer einzigartigen Stimme, der spielend den Spagat schafft zwischen Leichtsinn und Schwermut, zwischen Satire und Poesie.

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»Momentan wird Joey Goebel nur durch sich selbst übertroffen. In seinem zweiten Roman ›Vincent‹ perfektioniert er sein poetologisches Vexierspiel. Er jongliert mit Genres wie Brief, Drehbuch, Kurzgeschichte, Zeitungsanzeige, Telefonprotokoll und erweist sich dabei als unschlagbarer Stimmenimitator. ›Vincent‹ erzählt die Geschichte eines genialen Kindes, das an der normalen Welt zugrunde geht wie eine in die Wüste verpflanzte Orchidee. Die Bedrohung für den einzelnen besteht aber nicht nur in der Dummheit seiner nächsten Verwandten, sondern ebenso sehr in der Gnadenlosigkeit seiner Mäzene. Das Höllische dieser defätistischen Utopie: Hier soll Aufklärung durch Lüge, soll Schönheit aus Niedertracht entstehen. Weil Goebel ein so scharfer Denker und zielsicherer Zyniker ist, gelingt ihm ein grandios komischer, schwer melancholischer Erziehungsroman aus dem Internetzeitalter. Schlafwandlerisch bewegt der Autor sich im popkulturellen Zeichenuniversum wie frühere Schriftsteller zwischen den Göttern Griechenlands. Er beweist, daß das Trashige der Medienwelt sich zu mehr eignet als einem oberflächlichen Poproman. Er zeigt, daß ein Schriftsteller, anders als von manchen Auguren des Literaturbetriebs gerne behauptet, keineswegs durch den Schlamm eines Weltkrieges gekrochen sein muß, um große Literatur zu schaffen.«Die Zeit

»Furios, zupackend, spannend, hart in der Sprache und im Duktus. Und mit Rasanz erzählt.«Deutsche Welle

»Joey Goebel ist mit ›Vincent‹ ein großer Wurf gelungen. Schonungslos in seinen Einsichten. Mal erschreckend brutal, mal wahnsinnig komisch.«Hamburger Abendblatt

»In seinem furiosen Debüt zerlegt Joey Goebel unsere Medienwirklichkeit mit ätzender Ironie in ihre unappetitlichsten Bestandteile.«SonntagsZeitung

»In ›Vincent‹ kritisiert der junge US-Autor Joey Goebel die Unterhaltungsindustrie – und erzählt bewegend von Sehnsucht und Enttäuschungen eines Heranwachsenden. Goebel erzählt komisch, pathetisch, mit viel Phantasie die Geschichte des künstlerisch hochbegabten Vincent. Er erweist sich als scharfsinniger Beobachter der gegenwärtigen Unterhaltungsindustrie, doch geht sein Buch über die Kulturkritik weit hinaus. Die Geschichte, geschrieben mit der entwaffnenden Hemmungslosigkeit der Jugend, ist mitreißend und bewegend. Mit Vincent hat Goebel eine Figur geschaffen, deren dramatische ›éducation sentimentale‹ man gebannt verfolgt. Vincent ist ein naiver Held mit wundem Herzen, dessen Erlösungssehnsucht mit jeder Enttäuschung, jedem Verlust größer wird.«Der Spiegel

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